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Bürger in Kahl am Main schockiert über Gewalttat in Hanau | BR24

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Nur wenige Kilometer sind es vom unterfränkischen Kahl am Main nach Hanau. Anwohner und Bürgermeister reagieren mit Fassungslosigkeit und Mitgefühl auf die Geschehnisse in Hessen.

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Bürger in Kahl am Main schockiert über Gewalttat in Hanau

Nur wenige Kilometer sind es vom unterfränkischen Kahl am Main nach Hanau. Anwohner und Bürgermeister reagieren mit Fassungslosigkeit und Mitgefühl auf die Geschehnisse in Hessen.

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Gerade einmal zehn Minuten braucht man, um mit dem Auto von Kahl am Main nach Hanau zu fahren. Bürgermeister und Anwohner können kaum fassen, was dort passiert ist. Am Mittwochabend gegen 22 Uhr hat ein Mann in zwei Shisha-Bars um sich geschossen. Nach Angaben der Polizei fielen die ersten Schüsse in einer Shisha-Bar am Heumarkt in der Hanauer Innenstadt, später in einer zweiten Shisha-Bar im nur wenige Kilometer entfernten Stadtteil Kesselstadt. Insgesamt elf Menschen sind tot, darunter der mutmaßliche Schütze und seine Mutter.

Bürger in Kahl am Main entsetzt

"Wir haben selber auch Kinder, die in Shisha-Bars gehen", sagt eine Frau am Kahler Campingsee. Viele Menschen in Kahl haben Verwandte, Bekannte oder Arbeitskollegen in Hanau. Bei Kahl verläuft die bayerisch-hessische Landesgrenze. Das Entsetzen ist groß.

Bürgermeister blickt bestürzt nach Hanau

Vieles deutet derzeit auf ein rassistisches Motiv hin. In den Morgenstunden stürmte die Polizei eine Wohnung in Hanau und fand den Tatverdächtigen tot auf. Kahls Bürgermeister Jürgen Seitz ist einst in Hanau zur Schule gegangen: "Ich bin tief betroffen, mir tun die Angehörigen sehr leid." An Spekulationen über die möglichen Hintergründe möchte er sich jedoch nicht beteiligen: "Die Polizei macht ihre Arbeit gut. Da sollten wir die Ergebnisse abwarten."

Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Terrorverdachts

Inzwischen übernahm die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen - wegen Terrorverdachts. Der tatverdächtige Mann verbreitete Sicherheitskreisen zufolge seine Weltanschauung im Internet. In einem Video behauptet er unter anderem, Deutschland werde von einem Geheimdienst gesteuert. Außerdem äußert er sich negativ über Migranten aus arabischen Ländern und der Türkei. Der mutmaßliche Täter war zuvor nicht im Visier der Ermittler.

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