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Bürger befürchten Schäden an ihren Häusern | BR24

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Sandabbau (Symbolbild)

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    Bürger befürchten Schäden an ihren Häusern

    In Hörblach baut die Firma LZR seit kurzem an einer neuen Stelle Sand ab. Bis zu fünf Meter tief graben die Bagger. Nun fürchten über 30 Bürger, dass der Abbau Risse an ihren Häusern verursachen könnte. Ein Gutachten soll nun Gewissheit bringen.

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    Der Gemeinderat von Schwarzach, zu dem der Ortsteil Hörblach gehört, hat am Dienstag beschlossen, dass nun ein Gutachter eingeschaltet wird. Bürgermeister Volker Schmitt hat dazu am Mittwoch (12.07.) bei der Landesgewerbeanstalt LGA in Würzburg ein Beweissicherungsverfahren in Auftrag gegeben.

    24 Jahre hat sich nichts getan

    Im Focus steht eine knapp sechs Hektar große Fläche an der B22, für die bereits 1993 der Sandabbau genehmigt worden war. Das Areal wurde aber erst jetzt verkauft. Im Laufe der Zeit wurden in der Nähe über 30 Häuser errichtet, die zum Teil nur 50 Meter von der Sandgrube entfernt stehen. Auch die B22 ist nur wenige Meter entfernt. "Wenn da was passiert, hätten wir ein Problem", sagte Schmitt. LZR hat ein geologisches Gutachten eingereicht, das nun vom Wasserwirtschaftsamt Aschaffenburg geprüft wird.

    LZR baut in Hörblach noch an einer weiteren Stelle in Richtung A3 Sand ab. Dort darf bis Ende 2025 Sand und Kies entnommen werden. Einen großen und zwei kleinere Seen gibt es dort schon. Nun könnte an der B22 der nächste entstehen. "Ich habe Angst, dass Hörblach irgendwann komplett von Seen umgeben ist", so der Bürgermeister wörtlich. Im Sommer sind die Hörblacher Baggerseen ein Naherholungsgebiet, weil dort Sandstrände vorhanden sind.