Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Bub bestellt versehentlich gefährlichen Skorpion im Internet | BR24

© BR

Einen lebenden und hoch giftigen Skorpion hat ein Bub aus Berg am Starnberger See vergangene Woche in einem Postpaket erhalten.

8
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Bub bestellt versehentlich gefährlichen Skorpion im Internet

Giftige Post: Anstatt eines eingegossenen toten Skorpions hat ein Bub aus Oberbayern im Internet ein lebendes Exemplar bestellt - und zwar ein besonders gefährliches. "Androctonus australis" ist laut Experten so giftig wie eine schwarze Mamba.

8
Per Mail sharen
Teilen

Einen lebenden und hochgiftigen Skorpion hat ein Bub aus Berg am Starnberger See in einem Postpaket erhalten. Erwartet hatte der etwa Zehnjährige durchaus einen Skorpion, jedoch einen toten. Er sammelt nämlich in Acryl gegossene Skorpione.

Auf der Suche nach neuen Exemplaren für seine Sammlung geriet der Bub aus Versehen auf die Internetseite eines Anbieters, der lebende Tiere verschickt. Seine Mutter bestellte so nichtsahnend einen lebenden Skorpion.

Skorpion so giftig wie eine schwarze Mamba

Als das Paket kam, merkten Mutter und Sohn schon beim Auspacken, dass sich da etwas bewegte und ließen den Karton verschlossen.

Das war ihr Glück, denn der bestellte Skorpion "Androctonus australis" gehört zu einer der giftigsten Arten überhaupt; sein Stich kann tödlich sein. Das Gift ist laut der Reptilien-Auffangstation in München in seiner Gefährlichkeit vergleichbar mit dem der schwarzen Mamba. Die Art gilt außerdem als äußerst aggressiv.

Die Mutter des Buben verständigte die Polizei, doch das Versenden lebendiger Tiere ist nicht verboten. Die Haltung dieser Skorpion-Art ist allerdings in Bayern nicht erlaubt.

Jetzt ist der Skorpion in der Reptilien-Auffangstation

Seit vergangenem Mittwoch befindet sich das Tier nun in der Reptilien-Auffangstation in München. Dort war man entsetzt über das Verhalten des Anbieters. "Das hätte richtig schiefgehen können", sagt Sandra Giltner von der Reptilien-Auffangstation. "Bei einem Stich hätte man sofort Notfallmaßnahmen einleiten müssen. Und wäre das Kind gestochen worden, wäre es wirklich kritisch geworden. Was wäre wohl gewesen, wenn der Bub alleine zu Hause gewesen wäre?"