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#BRWahlarena: Drei Spitzenkandidatinnen stehen Rede und Antwort | BR24

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Niebler, Hahn, Noichl
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Niebler, Hahn, Noichl

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#BRWahlarena: Drei Spitzenkandidatinnen stehen Rede und Antwort

Endspurt im Europawahlkampf: Im zweiten Teil der Wahlarena um 20.15 Uhr stellen sich Angelika Niebler (CSU), Henrike Hahn (Bündnis 90 / Die Grünen) und Maria Noichl (SPD) den Fragen der Bamberger Zuschauer und der Debatte im Netz. Hier im Livestream!

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233 Mal hat das EU-Parlament in den vergangenen fünf Jahren getagt und über 1.128 Gesetzgebungsverfahren den Daumen gehoben oder gesenkt. Am 26. Mai können nun die Wählerinnen und Wähler über die Leistung ihrer Vertreter abstimmen. Die EU-Wahlbeteiligung in Bayern lag zuletzt bei mageren 40 Prozent - dabei betreffen die Entscheidungen in Brüssel und Straßburg fast alle Lebensbereiche - vom Klimaschutz über die Flüchtlingspolitik bis zur neuen Datenschutzgrundverordnung.

Das BR Fernsehen bringt Bürgerinnen und Bürger mit der Politik zusammen. Am Mittwoch, 22. Mai in Bamberg. BR-Chefredakteur Christian Nitsche moderiert die Live-Sendung, von 20.15 Uhr bis 21.15 Uhr. Im Anschluss werden im Livestream bei BR24 eine halbe Stunde lang Fragen aus dem Netz diskutiert, moderiert von Franziska Eder.

Schwarz-rot-grüner Disput: Niebler trifft Noichl trifft Hahn

Im zweiten Teil der #BRWahlarena versuchen bayerische Vertreterinnen der drei aktuell größten Parteien in Deutschland, ihr Europaprogramm an den Mann und die Frau zu bringen. Angelika Niebler, CSU, ist parlamentarische Geschäftsführerin von CDU/CSU in der Mitte-Rechts-Fraktion EVP, deren Spitzenkandidat Manfred Weber (CSU) gern Kommissionspräsident werden möchte. Maria Noichl ist das bayerische Gesicht der SPD in Europa und steht nach Katharina Barley und Udo Bullmann auf Platz drei der SPD-Europaliste. Henrike Hahn (Grüne) ist eine politische Quereinsteigerin, erst vor sieben Jahren in die Partei eingetreten, aber ebenfalls mit realen Chancen auf einen Sitz im EU-Parlament.

Drei streitbare Frauen aus Oberbayern

Auch wenn die Positionen diesmal nicht ganz so weit auseinander liegen dürften wie im ersten Teil der #BRWahlarena, in dem Argumente von Freien Wählern, FDP, AfD und der Linken aufeinanderprallten - eine muntere Kontroverse steht durchaus zu erwarten. Relative Einigkeit dürfte nur beim Thema Frauenrechte herrschen: Angelika Niebler (56) ist die selbstbewusste Chefin der Frauenunion, die Sozialdemokratin Maria Noichl (52) ihr Pendant in der Bundes-SPD und seit 2014 im EU-Gleichstellungsausschuss. Die Grüne Henrike Hahn (48) weiß sich an der Seite grüner Führungsfrauen auf allen Ebenen - Ska Keller (Europa), Annalena Baerbock (Bundestag), Katharina Schulze (Landtag). Dabei wissen Niebler wie Noichl und Hahn um die Probleme der Vereinbarkeit von Familie und Beruf - alle drei haben zwei Kinder. Und alle drei sehen sich als überzeugte Europäerinnen.

Womit die Gemeinsamkeiten enden. In ihrem Werdegang, ihrem öffentlichen Auftreten und ihren politischen Akzentsetzungen unterscheiden sich die drei Politikerinnen deutlich.

Die Generalthemen: Wirtschaft, Umwelt und Gerechtigkeit

Die Münchner Anwältin Niebler (56) ist verbindlich im Ton und nach 20 Jahren im Europaparlament ebenso versiert wie vernetzt. Das Statistikportal statista führt sie als bestverdienende deutsche EU-Abgeordnete. Der grünen Unternehmensberaterin Hahn (48) - auch sie aus München, noch ohne Straßburg-Erfahrung, aber mit enorm ehrgeiziger Wahlkampf-Frequenz - liegt besonders die Versöhnung von Wirtschaft und Umwelt am Herzen, wobei sie in Fragen von Klima- und Naturschutz dezidiert andere Positionen vertritt als Niebler. Die Rosenheimer Fachlehrerin Maria Noichl kämpft, auch in der eigenen Partei, für klassisch sozialdemokratische Vorstellungen von Gerechtigkeit - und das auf bairisch und in einer Direktheit, die bierzelterprobten CSU-Männern Konkurrenz macht.

Rückblick: So lief die #BRWahlarena Teil1 mit Freien Wählern, FDP, AfD und der Linken

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#BRWahlarena, Teil 1: Die Kandidaten zum Klimawandel

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#BRWahlarena, Teil 1: Die Kandidaten zum Thema Seenotrettung

Die ganze #BRWahlarena vom 15. Mai zum Nachschauen in der Mediathek.

Sie haben die Wahl!

2014 haben in Deutschland gerade mal 47,9 % der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Und in Bayern scheinen die Wähler sich besonders schwer mit dem Urnengang zu tun: mit einer Wahlbeteiligung von nur 40,9 % belegte der Freistaat 2014 den vorletzten Platz unter den Bundesländern.

Heuer rechnen Beobachter mit einem gestiegenen Interesse. Die Migrationsfrage, der Aufstieg der Rechtspopulisten und die Causa Strache, Brexit, Trump und die "Fridays for future"-Bewegung haben Themen auf die Agenda gesetzt, die bei der Wahl 2014 allenfalls schemenhaft am Horizont standen. Auch wenn man in der Europawahl 2019 nicht die vielbeschworene Schicksalswahl sieht - eine Richtungsentscheidung ist sie in jedem Fall.

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Autor
  • Michael Kubitza
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