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Brunner und Scharf unterzeichnen Wasserpakt | BR24

© picture-alliance/dpa/L. Lenz

Guelle-Ausbringung auf Weide

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    Brunner und Scharf unterzeichnen Wasserpakt

    Ein breites Bündnis von Wasserversorgern, Landwirten und Verbänden unterzeichnet heute in München den neuen Wasserpakt Bayern. Das Ziel: Weniger Bodenerosion und geringere Nitratbelastungen von Bächen, Seen und Grundwasser. Von Rudolf Erhard

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    Landauf, landab ist er zu riechen, der teilweise scharfe Geruch der Gülle. Die wird derzeit von den Bauern auf die Felder gespritzt. Das in der Gülle enthaltene Nitrat ist Dünger für Pflanzenwachstum, kann aber auch Gewässer und Grundwasser belasten.

    Zu hohe Nitratbelastung

    Rund ein Viertel der bayerischen Grundwasserquellen erfüllt derzeit nicht die Vorgaben der EU. Wenn nichts passiert, befürchtet das bayerische Landesamt für Umwelt bis 2021 sogar eine zu hohe Nitratbelastung von 38 Prozent der Grundwasserquellen. Ausgehend von einer Überschreitung des natürlichen Nitratgehalts von 10 mg pro Liter.

    Gemeindetag warnt vor freiwilligen Verpflichtungen

    Der Bauerverband kommuniziert dagegen ganz andere Zahlen. Demnach würden 91 Prozent der Messstellen den strengen Nitrat-Schwellenwert von 50 mg pro Liter unterschreiten. Der heute vorgestellte neue Wasserpakt stößt bei den meisten Naturschutzverbänden auf Ablehnung, nur der Landesfischereiverband ist mit im Boot.

    Vom Bayerischen Gemeindetag kommt deshalb auch die Mahnung, die Zeit freiwilliger Verpflichtungen, wie beim Wasserpakt, sei vorbei, Bayern brauche ein stärkere Reduzierung des Nitrateintrags aus der Landwirtschaft. Das gehe nur mit der strikten Durchsetzung und Einhaltung rechtlicher Vorgaben.