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Brunnenfest in Wunsiedel | BR24

© Stadt Wunsiedel

Ein traditioneller Brunnen: mit Blumen geschmückt.

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    Brunnenfest in Wunsiedel

    In Wunsiedel findet am Wochenende wieder das traditionelle Brunnenfest statt. Mehr als 35 Brunnen in der ganzen Stadt werden mit Blumen und Kerzen geschmückt.

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    Schon seit Tagen sind die sogenannten Brunnengemeinschaften aus Wunsiedler Bürgern mit den Vorbereitungen beschäftigt. Traditionell zieren Blumenschmuck und Kerzen die Brunnen. Aber auch andere, modernere Interpretationen der althergebrachten Tradition gibt es.

    Erster essbarer Brunnen

    Die Brunnengemeinschaft des Bürgerforums Wunsiedel schmückt den Gabelmannsbrunnen in der Nähe des Marktplatzes erstmals als essbaren Brunnen mit Obst und Gemüsepflanzen. Die Idee brachte Matthias Dollinger aus dem Spanienurlaub mit, als er dort das "Plastikmeer" sah, unter dem unser Obst und Gemüse wächst. Mit dem essbaren Brunnen möchte das Bürgerforum daran erinnern, dass auch hierzulande Obst und Gemüse wächst und nicht zwangsläufig importiert werden muss.

    Geschichte des Brunnenfestes

    Die Tradition des Brunnenschmückens selbst geht auf eine Legende zurück, nach der in Wunsiedel während einer Dürre im 18. Jahrhundert sämtliche Brunnen der Stadt versiegten. Als sie dann am Vorabend von Johanni (24. Juni) wieder zu sprudeln begannen, waren die Menschen so erleichtert, dass sie die Brunnen aus Freude und Dankbarkeit mit Blumen schmückten. Da die Bürger damit einen alten heidnischen Brauch, der dazu diente die Geister der Quellen und Gewässer freundlich zu stimmen, wiederbelebten, versuchte die städtische Obrigkeit das "Brunnenputzen" wiederholt zu verbieten. Vielleicht wurde gerade deshalb der Eifer immer größer und der Blumenschmuck immer reicher. Die Anwohner der einzelnen Brunnen bildeten "Brunnengemeinschaften" und wetteiferten miteinander in der Verzierung der Wasserkästen.