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Brüllender Drachenkopf im Museum der Bayerischen Geschichte | BR24

© BR / Susanne Aulig

Mit Skelett im Mund: Der Further Drachen aus dem Landkreis Cham.

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    Brüllender Drachenkopf im Museum der Bayerischen Geschichte

    Der Further Drache wird im neuen Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg ausgestellt. Der Nachbau des Kopfes wurde am Donnerstag enthüllt. Er wird zukünftig sogar mit den Besuchern interagieren. Er kann nämlich brüllen und zwinkern.

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    Das Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg ist um ein ganz besonderes Ausstellungsstück reicher: Ein 1:1-großer Nachbau vom Kopf des Further Drachens aus dem Landkreis Cham.

    "Wir haben uns gedacht, der Drache passt doch genau zu Bayern und unserem Museumsthema. Der ganze Drache wäre leider etwas zu groß gewesen, deshalb präsentieren wir wenigstens den Kopf." Richard Loibl, Direktor des Museums der Bayerischen Geschichte

    Gefährliches Maul: 36 Zähne einzeln eingesetzt

    Die Münchner Firma Magicon hat den Kopf innerhalb von drei Monaten fertiggestellt. Zusammengesetzt wurden die Oberschale, der Unterkiefer und die Hörner im Museum in Regensburg. Ganz zum Schluss wurden dann alle 36 Zähne einzeln eingesetzt.

    Further Bürgermeister ist stolz

    Der Drachenkopf hat seinen Platz im Kulturkabinett gefunden, direkt neben einem Ritter der Landshuter Hochzeit. Der Further Bürgermeister Sandro Bauer ist stolz, dass der Drachenkopf im Museum gezeigt wird.

    "Wenn man hier im Haus der Bayerischen Geschichte mitausgestellt ist, dann ist man Symbol für Tradition und Brauchtümer bei uns in Bayern." Sandro Bauer, Bürgermeister Furth im Wald

    Original ist 15 Meter lang

    Der Further Drache ist der größte vierbeinige Schreit-Roboter der Welt. Er ist über 15 Meter lang und wiegt elf Tonnen. Zum Einsatz kommt der Drache seit 2010 bei den jährlichen Drachenstich-Festspielen in Furth im Wald. Diese gelten als ältestes Volksschauspiel in Deutschland, denn die Tradition lässt sich bis 1590 zurückverfolgen. Der Further Drachenstich wurde 2015 in das Bayerische Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

    Die Geschichte der Festspiele handelt von der Hussitenschlacht im Mittelalter an der bayerisch-tschechischen Grenze. Der Drache erwacht dabei durch den Krieg zum Leben und marschiert auf Furth im Wald zu.

    Drache spuckt kein Feuer

    Genau wie der Originaldrache kann der Nachbau des Kopfes mit den Augen zwinkern und brüllen. Das geschieht alle fünf Minuten automatisch. So wird er mit den zukünftigen Museumsbesuchern dann auch interagieren können. Feuer spucken, so wie das Original, wird der Nachbau aus Brandschutzgründen allerdings nicht.