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Der Dauerregen in Franken hat aufgehört. Vielerorts sind Bäche und Flüsse über die Ufer getreten. Die Kanalisation konnte das Wasser nicht mehr aufnehmen. Nun wird das ganze Ausmaß der Schäden sichtbar.

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Hochwasser in Franken: Feuerwehr immer noch im Dauereinsatz

Der Regen hat aufgehört, das Hochwasser ist noch da. Während die Pegelstände einzelner Flüsse sinken, stellt sich der Landkreis Erlangen-Höchstadt auf eine Großschadenslage ein. In Neustadt/Aisch-Bad Windsheim gilt weiterhin der Katastrophenfall.

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Franz EngeserFranz Engeser
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Im westlichen Mittelfranken sinken die Pegelstände allmählich, die Hochwasserwelle rollt ostwärts. Der Landkreis Erlangen-Höchstadt richtet sich auf eine Großschadenslage ein.

Kreisbrandinspektor Stefan Brunner koordiniert sämtliche Einsätze vom Landratsamt aus. Inzwischen sind weite Teile des Landkreises vom Hochwasser betroffen. Mit Ausnahme der Zufahrt aus Mühlhausen ist Höchstadt quasi von der Außenwelt abgeschnitten. Das Landratsamt appelliert an Bürgerinnen und Bürger, möglichst zu Hause zu bleiben. Das Therapiezentrum Laufer Mühle wurde evakuiert.

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Überflutete Straßen, überschwemmte Keller: Das Hochwasser im Landkreis Erlangen-Höchstadt trifft die Anwohner, die Feuerwehr ist im Dauereinsatz.

Weiterhin Katastrophenfall im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim

Im Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim gilt angesichts immer noch zahlreicher Überschwemmungen weiterhin der Katastrophenfall. Mehr als 1.300 Einsatzkräfte, davon 1.200 allein von den Feuerwehren, waren bis tief in die Nacht hinein und dann wieder ab den frühen Morgenstunden damit beschäftigt, Keller auszupumpen und Sandsackbarrieren zu errichten. Insgesamt wurden mehr als 700 Einsätze gemeldet.

In Altmannshausen bei Markt Bibart hielt eine Brücke den Wassermassen nicht stand und wurde zum Teil weggerissen. Das Landratsamt hat ein Bürgertelefon eingerichtet: Unter der Telefonnummer 09161 / 92 – 80 80 können sich am Sonntag (11.07.21) von 9.00 bis 14.00 Uhr betroffene Bürgerinnen und Bürger melden.

"Noch nie dagewesenes Ereignis" in Wilhermsdorf

Auch im Landkreis Fürth spricht Kreisbrandinspektor Frank Bauer von einer Großschadenslage. Am Nachmittag waren noch 250 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdiensten unterwegs, um Keller auszupumpen und Sandsackbarrieren zu errichten. Brennpunkte waren vor allem Wilhermsdorf, Langenzenn und Veitsbronn. Der Bürgermeister von Wilhermsdorf, Uwe Emmert (CSU), sprach auf Facebook von einem "noch nie dagewesenen Ereignis, das uns in kürzester Zeit überrollt hat". Nachdem das Trafohaus in Wilhermsdorf überschwemmt worden war, waren Teile des Ortes mehr als 24 Stunden lang ohne Strom.

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Eine Straße und das Trafohaus bei Wilhermsdorf wurden komplett überflutet.

Jahrhunderthochwasser an der Aisch

Am Pegel Laufermühle hat die Aisch inzwischen den Stand eines Jahrhunderthochwassers überschritten und lag am späten Nachmittag 6,10 Meter über dem Pegelnullpunkt. Auch die Altmühl hat am Pegel Thann beinahe die höchste Meldestufe 4 erreicht. Das Überleitungssystem aus Altmühlsee und Brombachsee macht sich bereit, ab Ornbau die Wassermassen aufzunehmen. Drei weitere Pegel an Aisch, Bibert und Altmühl zeigen weiterhin Meldestufe 3.

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In zahlreichen Orten im Aischtal gab es Überschwemmungen wie hier in Dachsbach.

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Dachsbach: Die Ortsstraße nach Oberhöchstädt ist gesperrt.

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Die Straße ist überflutet.

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Die Aisch ist weit über ihre Ufer getreten.

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Verkehrswege verschwinden im Wasser der Aisch.

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Straßen und Wege wurden umpassierbar.

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Straßen im Aischtal führen nun scheinbar ins Nichts.

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Die Bundesstraße 470 bei Demantsfürth/Uehlfeld ist für den Autoverkehr gesperrt.

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Autofahrer waren gut beraten, nicht zu nahe am Flußufer zu parken.

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Kleine Bäche, wie hier die Saulach bei Dachsbach, ein Zufluss der Aisch, wurden zu strömenden Flüssen.

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