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Bruder erkrankt: Emeritierter Papst Benedikt XVI. in Regensburg | BR24

© BR/Michael Buchner

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. befindet sich derzeit in Regensburg. Das hat Bistumssprecher Clemens Neck dem BR auf Anfrage bestätigt. Es handle sich um einen Privatbesuch des emeritierten Papstes wegen seines Bruders Georg Ratzinger.

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Bruder erkrankt: Emeritierter Papst Benedikt XVI. in Regensburg

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. ist von Rom nach Bayern geflogen, um an der Seite seines schwer erkrankten Bruders, des ehemaligen Domkapellmeisters von Regensburg, zu sein. Es sei vielleicht das letzte Mal, dass sich die beiden Brüder sehen.

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Der emeritierte Papst Benedikt XVI. befindet sich derzeit in Regensburg. Das hat Bistumssprecher Clemens Neck dem BR auf Anfrage bestätigt. Es handle sich um einen Privatbesuch des emeritierten Papstes wegen seines Bruders Georg Ratzinger. Dieser sei sehr schwer erkrankt und man nehme an, dass sich die "Brüder zum letzten Mal sehen werden", so Neck. Vor dem Privathaus von Georg Ratzinger steht derzeit ein Großaufgebot an Polizeiwagen. Die beiden Brüder waren einander ein Leben lang sehr verbunden.

Papst-Bruder befindet sich zu Hause

Georg Ratzinger befinde sich zu Hause und nicht im Krankenhaus, so Bistumssprecher Neck. Man bitte jedoch darum, die Privatsphäre zu respektieren. Sein Bruder, der emeritierte Papst, werde keine Stellungnahme abgeben und stehe auch nicht für Fotos zur Verfügung. Das Bistum bat die Öffentlichkeit, diese zutiefst persönliche Begegnung im privaten Rahmen zu respektieren. Sie sei ein Herzenswunsch der beiden hochbetagten Brüder und vertrage weder Fotos noch öffentliche Auftritte oder darüber hinausgehende Begegnungen, hieß es. Menschen, die in Regensburg, dem Wohnort des Papstbruders, ihre Anteilnahme zum Ausdruck bringen wollten, seien eingeladen, ein stilles Gebet für die beiden Brüder zu sprechen.

Benedikt wollte eigentlich nicht zurückkehren

Wie der Sprecher des Bistums Regensburgs sagte, landete Benedikt am Vormittag mit einer Maschine aus Rom am Münchner Flughafen. Dort habe ihn der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer empfangen und sei mit ihm zusammen nach Regensburg gefahren. Benedikt XVI. sei in Begleitung unter anderem seines Privatsekretärs, Erzbischof Georg Gänswein, eines Arztes und einer Pflegerin nach Regensburg geflogen, hieß es in Rom und Regensburg. Laut Neck ist Benedikt gegen 14 Uhr in der Domstadt eingetroffen.

Wie lange er in Regensburg bleibt, ist noch ungewiss. "Kein Mensch kennt die Stunde und den Tag", an dem ein Mensch heimgerufen werde, so Neck, in Bezug auf den Gesundheitszustand von Georg Ratzinger, dem ehemaligen Leiter der Regensburger Domspatzen.

Es ist das erste Mal seit seinem Rücktritt im Jahr 2013, dass der mittlerweile 93 Jahre alte Benedikt zurück in seiner Heimat ist. Eigentlich wollte er nicht mehr nach Deutschland zurückkehren.

Als erster Papst freiwillig zurückgetreten

Am 16. April 1927 wurde er als Joseph Ratzinger im oberbayerischen Marktl am Inn geboren. 2005 wurde er zum Nachfolger von Johannes Paul II. (1978-2005) gewählt. Am 28. Februar 2013 trat Benedikt XVI. als erster Papst der Neuzeit freiwillig zurück. Er begründete die Entscheidung mit seinen nachlassenden körperlichen und geistigen Kräften. Seither führt er ein zurückgezogenes Leben in einem umgebauten früheren Kloster in den vatikanischen Gärten. In Regensburg lehrte er von 1969 bis 1977 an der Universität.

© BR

Der emeritierte Papst Benedikt ist am Donnerstag überraschend nach Regensburg gereist. Er besucht dort seinen Bruder Georg, der schwer erkrankt ist.

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© BR/Nicole Stecho

Viele Polizisten in der Regensburger Innenstadt wegen des Besuchs des emeritierten Papsts Benedikt XVI.