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Der Automobilzulieferer Brose aus Coburg will an seinem Standort in Bamberg expandieren. Aber auch am Stammsitz in Coburg wird investiert. Das hat das Unternehmen bekannt gegeben.

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Brose expandiert in Bamberg und investiert auch in Coburg

Der Automobilzulieferer Brose will seinen Standort in Bamberg erweitern, aber auch am Stammsitz in Coburg soll gebaut werden. Das hat das Unternehmen nach einer Versammlung der Gesellschafter und des Beirats mitgeteilt.

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Von
  • Richard Padberg
  • BR24 Wirtschaft

Am Standort in Bamberg oder am Stammsitz in Coburg? Wo der Automobilzulieferer Brose im Zuge der globalen Geschäftsentwicklung mehr investieren wird, das war die große Frage. Eine Antwort gab es nach der Versammlung der Gesellschafter und des Beirats. In beiden Städten wird Brose bauen und investieren. Allerdings in Bamberg mehr als in Coburg.

Brose plant in Coburg Logistikzentrum

Am Stammsitz in Coburg plant Brose den Bau eines Warenverteilzentrums und eines Hochregallagers für die Fertigung. Diskutiert wird zudem eine neue Halle für die Kunststofffertigung. Außerdem sollen bestehende Gebäude saniert werden. Kapazitätserweiterungen seien in Coburg jedoch nicht vorgesehen, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Brose lobt konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadt Bamberg

Stattdessen würde Brose seine Aktivitäten weiter in den Raum Bamberg verschieben. Dort will der Automobilzulieferer seine Entwicklungs- und Vertriebstätigkeiten erweitern. Der Hintergrund der Entscheidung für Bamberg seien die bessere Verkehrsanbindung, die höhere Attraktivität zur Gewinnung neuer Mitarbeiter und die vom Bamberger Stadtrat beschlossenen Vorleistungen für den Ausbau des Geländes und des Flugplatzes. Hervorzuheben sei außerdem die konstruktive Zusammenarbeit mit der dortigen Stadtverwaltung.

Brose kann sich in Bamberg entfalten

Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) kommentierte die Entscheidung von Brose mit den Worten, es sei ein herausragender Tag für Bamberg und die Zukunftsfähigkeit der Stadt. Es sei goldrichtig gewesen, die Rahmenbedingung so zu gestalten, damit sich Brose in Bamberg entfalten könne, heißt es von Starke in einer Pressemitteilung.

Brose ein Glücksfall für Bamberg

Von Bambergs Wirtschaftsreferent Stefan Goller heißt es, die Brose-Erweiterung sei für den Wirtschaftsstandort Bamberg, der vom Transformationsprozess der Automobilindustrie massiv betroffen ist, eine hervorragende Nachricht. Brose sei ein Glücksfall für Bamberg.

Brose beklagt mangelnde Unterstützung durch die Stadt Coburg

Gegen Kapazitätserweiterungen in Coburg hätten die Kosten für die Sanierung des Baugrunds, die Probleme der Bauabwicklung im Stadtgebiet mit altem Baumbestand und nicht zuletzt die mangelnde Unterstützung durch die Stadtverwaltung und den Stadtrat gesprochen, teilte Brose mit.

Coburg weist Vorwurf der mangelnden Unterstützung zurück

Coburgs Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) sagte, man nehme die Mitteilung der Firma Brose zur Kenntnis. Eine mangelnde Unterstützung von Seiten der Stadtverwaltung und des Stadtrates lasse sich jedoch angesichts der eindeutig und mit großer Mehrheit gefassten Beschlüsse und der priorisierten Bearbeitung der eingereichten Anträge objektiv nicht feststellen. Die Stadtverwaltung habe seit Vorlage des Brose-Masterplans 2030 sehr viel unternommen, um Wünsche des Unternehmens im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten kurzfristig zu realisieren. Man werde die Planungen von Brose auch weiterhin konstruktiv begleiten, heißt es abschließend in der Mitteilung.

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Der Automobilzulieferer Brose will seinen Standort in Bamberg erweitern, aber auch am Stammsitz in Coburg soll gebaut werden.

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