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Broschüren in Günzburg: Verfassungsschutz warnt vor Scientology | BR24

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In Günzburg landen derzeit Infobroschüren in vielen Briefkästen. Dahinter soll eine Tarnorganisation von Scientology stecken.

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Broschüren in Günzburg: Verfassungsschutz warnt vor Scientology

Im schwäbischen Günzburg sind in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder bunte Broschüren mit dem Titel "Der Weg zum Glücklich sein" verteilt worden. Nun warnt das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz vor der Organisation Scientology.

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Nachdem im schwäbischen Günzburg in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder bunte Broschüren mit dem Titel "Der Weg zum Glücklich sein" verteilt worden sind, warnt nun das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz vor der Organisation Scientology. Die Broschüren ohne Absender, die scheinbar allgemeine Lebenstipps beinhalten, ließen sich auf Scientology bzw. auf eine entsprechende Tarnorganisation zurückführen.

Mit Aktionen dieser Art versuche Scientology, Menschen in schwierigen Lebenssituationen anzusprechen und sie für das Kursprogramm der Organisation zu gewinnen, sagte Burkhard Körner, der Präsident vom Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz, im Interview mit der Abendschau im BR Fernsehen.

"Die Leute erpressbar machen"

Abhängigkeiten und hohe Kosten seien oftmals die Folge, so Körner: "Diese Kurse werden in der Regel mit einem sogenannten E-Meter, wie das Scientology nennt, durchgeführt. Dabei handelt es sich um eine Art Lügendetektor. Die Leute werden aufgefordert, ihre Lebenssituation zu schildern, auch sehr private Angelegenheiten preis zugeben. Angeblich schlägt dann der Lügendetektor aus oder nicht. Ziel des Ganzen ist natürlich, an private Gesichtspunkte der Lebensführung, vielleicht auch an Defizite oder an Schwachstellen ranzukommen, und damit bei den Leuten anzuregen, weitere Kurse zu belegen, im Zweifelsfall die Leute aber auch erpressbar zu machen."

Was der Verfassungsschutz den Bürgern rät

Broschüren, die sich anhand des Impressums auf Scientology zurückführen lassen, sind Burkhard Körner zufolge immer wieder in Bayern aufgetaucht, bislang allerdings nicht in einer derartigen Dichte wie in Günzburg.

Wer selbst eine solche Broschüre bei sich im Briefkasten findet, sollte die Adressen, die dort angeben sind, auf keinen Fall kontaktieren, rät der Präsident vom Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass man immer wieder mit der Organisation konfrontiert werde.

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