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BRK: Wegen Corona keine Erste-Hilfe-Kurse mehr in Bayreuth | BR24

© BR/Kristina Kreutzer

Das Bayerische Rote Kreuz in Bayreuth stellt seine Erste-Hilfe-Kurse ein. Wegen der hohen Ansteckungsgefahr für die Teilnehmer mit dem Coronavirus sind die Kurse abgesagt worden.

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BRK: Wegen Corona keine Erste-Hilfe-Kurse mehr in Bayreuth

Das Bayerische Rote Kreuz in Bayreuth stellt seine Erste-Hilfe-Kurse ein. Wegen der hohen Ansteckungsgefahr für die Teilnehmer sind die Kurse abgesagt worden. Erst wenn der Corona-Inzidenzwert unter 200 sinkt, soll es wieder losgehen.

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Von
  • Kristina Kreutzer

Zwangspause für potenzielle Ersthelfer: Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) in Bayreuth stellt ab sofort seine Erste-Hilfe-Kurse ein. Nach Rücksprache mit dem örtlichen Gesundheits-und Ordnungsamt habe man sich dazu entschieden, so BRK-Kreisgeschäftsführer Markus Ruckdeschel auf BR-Nachfrage. "Die regionale Inzidenz geht jetzt in Richtung 300. Wir als Rotes Kreuz können nicht verantworten, die Kursteilnehmer hier einer Gefahr auszusetzen, die sich trotz Raum-und Hygienegesetz nicht zu 100 Prozent ausschließen lässt – auch in Anbetracht der neuen Virenstämme, über deren Verbreitung wir noch sehr wenig wissen", so Ruckdeschel.

Kursanbieter müssen Risiko abschätzen und für Hygiene sorgen

Erste-Hilfe-Kurse dürfen stattfinden. So steht es in der aktuell gültigen Infektionsmaßnahmenverordnung der Bayerischen Staatsregierung. Die Kurse sollen potenzielle Ersthelfer darauf vorbereiten, im Notfall richtig zu handeln und werden daher als relevant eingestuft. Das regionalisierte Corona-Konzept des Freistaates überlässt die Entscheidung, ob ein Kurs tatsächlich stattfindet, dem jeweiligen Veranstalter. Die Entscheidung soll im Sinne einer Risikobewertung in Absprache mit den örtlichen Behörden getroffen werden. Die Kurse dürfen allerdings nur mit umfassenden Raum- und Hygienemaßnahmen durchgeführt werden.

Nach dem ersten Lockdown Nachfrage nach Erste-Hilfe-Kurse groß

Auch in Bayreuth wurde nach der ersten dreimonatigen Zwangspause im Frühjahr die Schulung angepasst. Die Teilnehmerzahl wurde auf 20 begrenzt. Der Schulungsraum wurde gewechselt, um den nötigen Abstand untereinander zu gewähren. Die Teilnehmer durften während der Tagesschulung nur mit Mundschutz am Platz sitzen. Auch wurde die sonst überwiegend praktische und kontaktintensive Schulung in eine nahezu komplett theoretische Schulung umgewandelt. Lediglich drei praktische Übungen – wie etwa die richtige stabile Seitenlage – waren vorgesehen. Die Nachfrage nach Kursen sei ungebrochen da, so Ruckdeschel. Vor allem auch, weil es im vergangen Jahr bereits eine dreimonatige Aussetzung der Ausbildung gab.

Erste-Hilfe-Kurse wegen hohen Inzidenzwertes nicht möglich

Präsenz-Kurse sind in Bayreuth erst wieder denkbar, sollte sich der Inzidenzwert stabil unter der 200er-Marke halten. Dann wolle man in Absprache mit dem Gesundheitsamt neu entscheiden. Schulungen mit weniger als 15 Personen seien wirtschaftlich nicht tragbar, so Ruckdeschel. In Bayreuth werden jährlich rund 6.000 Erst-Helfer vom BRK geschult.

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