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BRK-Präsident Zellner plädiert für Transitzonen | BR24

© pa/dpa

Theo Zellner, Präsident Bayerisches Rotes Kreuz

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    BRK-Präsident Zellner plädiert für Transitzonen

    Der Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes, Theo Zellner, spricht sich für die Begrenzung des Flüchtlingsstroms nach Niederbayern und damit für Transitzonen aus. Die Helfer seien "an der Kante", sagte er dem BR.

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     "Wenn Transitzonen dazu führen, dass nur noch Bürgerkriegs-Flüchtlinge kommen, denen geholfen werden muss, und wenn diese Transitzonen zu einer besseren Organisation führen, dann wird das für uns als Hilfsorganisation planbarer. Wir brauchen mehr Planbarkeit um humanitär arbeiten zu können", sagte Zellner. Jede Maßnahme sei richtig, den Flüchtlingsstrom zu begrenzen.

    Die Helfer seien unterdessen "an der Kante", sagte Zellner. Er wirft der Politik vor, nichts dazu zu sagen, in welchem Umfang sie weiter die Hilfe der Ehrenamtlichen in Anspruch nehmen will. Jeden Tag seien rund 1.500 Ehrenamtliche des Roten Kreuzes im Einsatz. Diese müssten wieder zurück in ihre Berufe, in ihre Familien und ins Studium, so Zellner. Politik zu machen auf dem Rücken der Flüchtlinge und der vielen Freiwilligen und Ehrenamtlichen, ginge so nicht weiter.

    Schnelle Entscheidungen gefordert

    "Wenn der Staat die Zahlen so will wie sie jetzt dastehen, und es zu keiner Begrenzung kommt, dann muss er das Ganze auch hauptamtlich organisieren", sagte Zellner. Es müsse nun zu schnellen und greifbaren Entscheidungen kommen, damit zu Beginn der Winterzeit der humanitäre Standard eingehalten werden könne.