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Britische Corona-Mutation auch in Niederbayern nachgewiesen | BR24

© BR/Christian Riedl
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Die mutierte Variante des Coronavirus aus Großbritannien ist nun auch im Landkreis Regen nachgewiesen worden. Das teilte das zuständige Landratsamt in Regen am Freitag mit. Demnach handelt es sich um vier Fälle aus zwei verschiedenen Familien.

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Britische Corona-Mutation auch in Niederbayern nachgewiesen

Die mutierte Variante des Coronavirus aus Großbritannien ist nun auch in mehreren niederbayerischen Landkreisen nachgewiesen worden: Sowohl im Landkreis Regen und Freyung-Grafenau als auch im Landkreis Dingolfing-Landau fand man das mutierte Virus.

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Von
  • Christian Riedl
  • Harald Mitterer
  • Astrid Dachs

"Leider müssen auch wir melden, dass die Coronavirus-Mutation aus Großbritannien im Landkreis Regen angekommen ist", sagt Landrätin Rita Röhrl (SPD). Nachdem bayernweit regelmäßig positive Testergebnisse auf Mutationen überprüft werden, wurden der Abteilung Gesundheitswesen nun vier Fälle mit der SARS-CoV-2-Virusvariante gemeldet.

Zwei Familien betroffen - Auch Kontaktpersonen in Quarantäne

Demnach handelt es sich um vier Fälle aus zwei verschiedenen Familien. Die betroffenen Personen seien in Quarantäne. Der Krankheitsverlauf sei nicht besorgniserregend heißt es weiter, die Infizierten seien zu Hause. Aus Sicherheitsgründen würden bei diesen Fällen jetzt auch die Kontaktpersonen der zweiten Kategorie wie die Personen der ersten Kategorie behandelt. Sie müssen in Quarantäne und können erst nach einem Negativtest aus dieser entlassen werden.

Mutierte Variante fiel bei Routine-Überprüfung auf

Das Landratsamt in Regen weist darauf hin, dass der Nachweis der mutierten Virusvariante durch die bayernweit routinemäßig durchgeführten Analysen erfolgt ist. Es bestehe kein Zusammenhang mit zusätzlichen Überprüfungen von Proben beim IBU-Cup, einem internationalen Biathlon-Wettkampf, und aus Seniorenheimen, die der Landkreis Regen zusätzlich habe machen lassen, heißt es in der Mitteilung weiter.

Landrätin Röhrl rät Bürgern sich testen zu lassen

Die Regener Landrätin Rita Röhrl (SPD) appelliert in diesem Zusammenhang an die Bürger, sich testen zu lassen. Wer Symptome habe, solle sich beim Hausarzt testen lassen. Wer symptomlos sei, solle das Testangebot in Regen bzw. Viechtach wahrnehmen. Die Teststationen hätten täglich Termine frei.

Im Landkreis Dingolfing-Landau haben die Behörden nun den Nachweis der mutierten britischen Corona-Variante B.1.1.7 bestätigt. Die Fälle ereigneten sich aber bereits im Januar: Zwei Gastarbeiter aus Rumänien wurden damals positiv getestet.

Mutiertes Virus auch im Landkreis Dingolfing-Landau

Bereits am Donnerstagnachmittag hat der Landkreis Dingolfing-Landau zwei Fälle des mutierten britischen Coronavirus B.1.1.7 bestätigt und nähere Einzelheiten bekannt gegeben. Bei den Infizierten handelt es sich den Angaben zufolge um Gastarbeiter aus Rumänien, die direkt nach der Einreise getestet und isoliert worden seien, teilte die Behörde mit.

Landratsamt: Ansteckungsgefahr bestand nicht

Die beiden Fälle ereigneten sich den Angaben zufolge bereits Anfang Januar. Die Arbeiter wurden direkt nach der Einreise positiv getestet und isoliert untergebracht. Vom Gesundheitsamt wurden daraufhin routinemäßig alle Kontakte ermittelt und die Quarantäne veranlasst, so dass, laut Landratsamt Dingolfing-Landau, keine Gefahr für die Landkreisbevölkerung bestanden habe, sich mit dem mutierten Virus anzustecken.

Britische Mutation auch im Landkreis Freyung-Grafenau

Und auch im Landkreis Freyung-Grafenau wurde die britische Virus-Mutation nachgewiesen. Das meldet das Landratsamt. Der Betroffene werde ambulant behandelt und befinde sich mit seiner Familie in Quarantäne. Sämtliche Kontaktpersonen wurden bereits identifiziert und befinden sich ebenfalls in Quarantäne.

Auch die Kontaktpersonen wurden im Auftrag des Gesundheitsamtes getestet: Soweit bei diesen der Corona-Test positiv ist, werden sie auch auf die Mutation untersucht. Der Betroffene hatte sehr wenige Kontaktpersonen, deshalb sei die Situation für die Gesundheitsbehörden überschaubar, so das Landratsamt.

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