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Brisante Aussage im Prozess um getöteten Feuerwehrmann | BR24

© DPA/Karl-Josef Hildenbrand

Trauer in Augsburg um den Tod eines Feuerwehrmanns

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    Brisante Aussage im Prozess um getöteten Feuerwehrmann

    Im Prozess um den getöteten Feuerwehrmann vor der Jugendkammer des Landgerichts Augsburg kam es am Montag zu einer brisanten Aussage. "Wenn du jetzt daran schuld bist, dass der jetzt stirbt" - diesen Satz will eine Zeugin nach der Tat gehört haben.

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    Von
    • Barbara Leinfelder
    • Jo Schweizer

    Eine junge Frau schilderte, dass sie mit einer Freundin zur Tatzeit in einem Café in der Nähe des Königsplatzes gewesen sei und sie auch mitbekommen hätten, dass etwas passiert sei. "Wir haben gesehen, dass jemand reanimiert wird". Den Vorfall selbst habe sie nicht mitbekommen. Wenig später habe sie an der Straßenbahnhaltestelle aber gehört, wie eine junge Frau zu ihrem Begleiter sagte: "Wenn du jetzt daran schuld bist, dass der jetzt stirbt..."

    Weitere Zeugin bestätigt brisanten Satz

    Die nächste Zeugin, eine Schülerin, die mit ihrem Vater vor Gericht erschien, schilderte eine ähnliche Szene. "Ja, wegen dir ist der jetzt tot" - diesen Ausspruch habe sie gehört, als ihr mehrere Jugendliche an der Straßenbahnhaltestelle begegnet seien. Dort habe es eine körperliche Auseinandersetzung zwischen zwei Leuten aus der Gruppe gegeben, einer davon habe ein Käppi getragen. Sie beschreibt ihn "als etwas dünner und mittelgroß, zwischen 16 und 19 Jahren". Es sei auch ein Mädchen dabei gewesen, das dann dazwischen gegangen sei.

    Tochter des Feuerwehrmannes sagt aus

    Die Kammer wird heute auch mit der Tochter des Getöteten sprechen. Sie möchte sich ein besseres Bild von ihrem Vater machen. War er ein gutmütiger und ruhiger Mann – oder ist er auch gerne mal aus der Haut gefahren? Hier geht es darum, ob er die Angeklagten eventuell provoziert haben könnte. Die Mutter der jungen Frau hat bereits am vergangenen Mittwoch ihre Aussage gemacht und geschildert, wie sehr sie unter dem Verlust ihres Mannes leidet.

    Urteil wird für Anfang November erwartet

    Der mutmaßliche Haupttäter hat den tödlichen Schlag zum Auftakt des Verfahrens eingeräumt, er habe aber nicht gewollt, dass das Opfer sterbe, so der 17-Jährige. Ihm wird Körperverletzung mit Todesfolge zur Last gelegt.

    Angeklagt ist er zudem wegen gefährlicher Körperverletzung, weil er zusammen mit den beiden anderen Angeklagten auch den Begleiter des Mannes zusammengeschlagen haben soll. Das Urteil in dem Prozess wird für Anfang November erwartet.

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