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Briefwahl liegt bei ostbayerischen Städten im Trend | BR24

© pa/dpa

Briefwahl

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    Briefwahl liegt bei ostbayerischen Städten im Trend

    Per Briefwahl abzustimmen, liegt offenbar im Trend. Nach einer Umfrage des BR-Studios Niederbayern/Oberpfalz verzeichnen große ostbayerische Städte einen entsprechenden Rücklauf der vor wenigen Tagen versandten Wahlunterlagen.

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    Etwa gehen die Verantwortlichen in Regensburg davon aus, dass heuer mehr Wahlberechtigte per Briefwahl an der Bundestagswahl teilnehmen als noch im Jahr 2013. Sofern sich der bisherige Rücklauf fortsetze, könnten die Werte von 2013 leicht übertroffen werden, so eine Sprecherin der Stadt. Rund eine Woche nachdem alle Wahlbenachrichtigungen zugestellt wurden, haben bereits rund 18.000 Bürgerinnen und Bürger Briefwahlunterlagen beantragt. 2013 hatten insgesamt etwa 30.000 Regensburger ihre Stimme per Briefwahl abgegeben. In der größten Stadt Ostbayerns sind heuer rund 106.000 Menschen wahlberechtigt.

    Situation in Passau, Straubing, Amberg, Dingolfing und Neumarkt

    In Passau dürfen unterdessen rund 38.000 Menschen wählen. Bislang wurden bereits mehr als 7.400 Briefwahlunterlagen ausgegeben. Bei der letzten Bundestagswahl haben sich laut Angaben der Stadt insgesamt rund 13.000 Wahlberechtigte für die Briefwahl entschieden.

    In Straubing haben 2013 insgesamt fast 7.700 Menschen auf dem Postweg abgestimmt. Heuer haben bereits über 5.200 Stimmberechtigte Briefwahlunterlagen beantragt. Im Wahlamt geht man deshalb davon aus, dass der Anteil der Briefwähler höher liegen dürfte als bei der vergangenen Bundestagswahl.

    Über großes Interesse an der Briefwahl berichten auch die Städte Amberg und Dingolfing. In Neumarkt in der Oberpfalz haben bislang mehr als 5.100 Stimmberechtigte Briefwahlunterlagen beantragt, 2013 forderten insgesamt rund 7.800 Wähler die Unterlagen an. Von ihnen gaben schließlich fast 95 Prozent ihre Stimme per Briefwahl ab.

    Zuwachs auch in Freyung und Viechtach

    Zu spüren ist die Entwicklung auch in Freyung. Im dortigen Rathaus geht man davon aus, dass die Zahl der Briefwähler in diesem Jahr deutlich steigen wird. Bislang haben rund 1.000 Stimmberechtige Briefwahlunterlagen angefordert, 2013 waren es insgesamt etwa 1.700.

    Auch die Stadt Viechtach verzeichnet ein gesteigertes Interesse an der Briefwahl. Während bei der Bundestagwahl 2013 fast 1.200 Wahlbriefe versandt wurden, haben jetzt bereits 850 Stimmberechtigte Briefwahlunterlagen beantragt.

    Eine von der Bild-Zeitung in Auftrag gegebene Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes "Insa" hatte jüngst ergeben, dass jeder dritte Wähler im Bundesgebiet heuer auf dem Postweg wählen möchte.