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Brenner-Nordzulauf: So reagiert das Rosenheimer Land | BR24

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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Matthias Balk

Der Brenner-Nordzulauf ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte in Deutschland und Europa. Von fünf möglichen Streckenverläufen durch das Inntal sind noch vier im Rennen. Für weitere Entscheidungen, braucht es jetzt ein Raumordnungsverfahren.

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Brenner-Nordzulauf: So reagiert das Rosenheimer Land

Das Raumordnungsverfahren für den Brenner-Nordzulauf ist abgeschlossen. Eine Variante der Deutschen Bahn im Inntal ist gestrichen. Weiter geplant wird mit vier Trassenvarianten. Das stößt im Rosenheimer Land auf unterschiedliche Reaktionen.

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Von
  • Dagmar Bohrer-Glas

In Rosenheim ist am Donnerstag das Ergebnis des Raumordnungsverfahrens der Regierung von Oberbayern für den Brenner-Nordzulauf vorgestellt worden. Zur Überraschung vieler wird die "Variante blau" nicht mehr weiterverfolgt. Damit wird es keine oberirdische Trassenführung in den Gemeinden Nußdorf, Neubeuern und Rohrdorf geben.

Erleichterung in zwei Inntal-Gemeinden

Das sei ein sehr großes Glück für Nußdorf, sagt etwa Josef Reisinger von der dortigen Bürgerinitiative. "Wir sind in Neubeuern über den Ausgang natürlich sehr glücklich", kommentiert Bürgermeister Christoph Schneider. Ungeachtet davon werde man sich mit den Nachbargemeinden solidarisch zeigen und diese weiterhin so gut unterstützen, wie es geht.

Das Inntal – ein großer Naturraum

Die Gemeinde Oberaudorf habe mit Freude zur Kenntnis genommen, dass das Inntal als extrem sensitiver Raum bewertet worden sei, sagt Bürgermeister Matthias Bernhardt. Er hofft, dass sich diese Feststellung nun auch in den Planungen niederschlagen wird, denn das sei derzeit noch nicht der Fall. Alle Inntal-Bürgermeister forderten deswegen eine Machbarkeitsstudie, die einen Tunnel mit Verknüpfungsstelle im Berg Wildbarren bei Oberaudorf genau unter die Lupe nimmt.

Wenig Begeisterung in Raubling

Die Gemeinde Raubling sieht sich bereits heute stark vom Verkehr, unter anderem von einer Zugstrecke im Ort, belastet. Und Bürgermeister Olaf Kalsperger sieht seine Gemeinde weiterhin im Fokus der Planungen. Er fordert die Politik in Land und Bund auf, die Gemeinde und die Region zu unterstützen um die beste Ausführung zu bekommen.

Längster Tunnel Deutschlands?

Die Gemeinde Stephanskirchen ist künftig nur mehr von der "Variante violett" tangiert. Diese sieht eine Untertunnelung des Samerbergs und des Gemeindegebiets Stephanskirchen vor. Spannend werde bei den weiteren Untersuchungen der violetten Trasse sein, wie der mit 28 Kilometern längste Bahntunnel Deutschlands technisch und finanziell realisierbar wäre, sagt Bürgermeister Karl Mair dem BR.

Forderung an Wirtschaftsminister Aiwanger

Gemeinsam haben alle 17 Bürgerinitiativen eine Forderung an Bayerns Wirtschaftsminister Huber Aiwanger formuliert. Sie pochen erneut darauf, dass der Ausbau der zweigleisigen Bestandsstrecke im Inntal untersucht wird. Das ist auch Thema einer Petition an den Deutschen Bundestag, auf deren Behandlung die Bürgerinitiativen noch warten.

Zum Nachhören: Reaktionen aus dem Rosenheimer Land

© BR/Dagmar Bohrer-Glas
Bildrechte: BR/Herbert Ebner

Das Raumordnungsverfahren für den Brenner-Nordzulauf ist abgeschlossen. Eine Variante der Deutschen Bahn im Inntal ist gestrichen. Weiter geplant wird mit vier Trassenvarianten. Das stößt im Rosenheimer Land auf unterschiedliche Reaktionen.

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