BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Brenner-Nordzulauf: Frist für Raumordnungsverfahren endet | BR24

© BR
Bildrechte: BR

Gleise bei Raubling.

2
Per Mail sharen

    Brenner-Nordzulauf: Frist für Raumordnungsverfahren endet

    Er ist das umstrittenste Bauprojekt in der Region: der Brenner-Nordzulauf. Am kommenden Freitag endet die Frist für das Raumordnungsverfahren. Deshalb wird im Landkreis Rosenheim fieberhaft an Stellungnahmen für die Regierung von Oberbayern gefeilt.

    2
    Per Mail sharen
    Von
    • Dagmar Bohrer-Glas

    In Sachen Brenner-Nordzulauf bringen sich alle in Stellung, am Freitag endet die Eingabefrist. Es lässt sich vorab nicht abschätzen, wie viele Einwände insgesamt bei der Regierung von Oberbayern eingereicht werden.

    Kommunen, Verbände, Bürgerinitiativen beteiligen sich

    Es beteiligen sich sicher alle betroffenen Kommunen im Landkreis Rosenheim. Die Stadt Rosenheim und der Landkreis Rosenheim haben in diversen Sitzungen ihrer Mandatsträger beschlossen, die fünf Trassenvorschläge in ihrer bisherigen Form abzulehnen. Eine wesentliche Rolle kommt hier auch den Bürgerinitiativen zu, die im Vorfeld Hilfestellung bei der Formulierung der Stellungnahme gegeben haben. Diverse BI-Vertreter und auch Bürgermeister wollen am Freitag persönlich die Unterschriften nach München bringen, darunter der Bürgermeister von Stephanskirchen, Karl Mair.

    Wenn eine Neubautrasse, dann unterirdisch

    Für die Stellungnahmen zum Raumordnungsverfahren listen die Gegner nochmals sämtliche Argumente auf: Verlärmung, Verlust von Erholungsqualität, Zerstörung von Natur und Landschaft, Bedrohung für Trinkwassergebiete, Flächenverbrauch von landwirtschaftlicher Nutzfläche, Beeinträchtigung des Tourismus in der Region und vieles mehr. Immer wieder wird im Landkreis Rosenheim der Bedarf für zwei neue Gleise angezweifelt. Wiederholt ist die Forderung zu hören: Sollte eine Neubautrasse benötigt werden, dann müsse sie unterirdisch gebaut werden.

    Die Regierung von Oberbayern wird alle fünf Trassenvorschläge der Deutschen Bahn auf ihre Raumverträglichkeit hin prüfen. Miteinander verglichen werden die fünf Trassen nicht, d.h. es wird am Ende keine Rangfolge stehen. Die Bedarfsfrage klärt die Regierung von Oberbayern nicht. Dort wird sich ein großes Team um die Prüfung aller Einwände kümmern, denn innerhalb von sechs Monaten muss das Raumordnungsverfahren abgeschlossen sein. Die Deutsche Bahn wird Ende des Jahres das Ergebnis in Empfang nehmen und damit weiter planen.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!