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Brenner-Nordzulauf: Deutsche Bahn prüft Vorschlag aus Inntal | BR24

© BR / Dagmar Bohrer-Glas

Projektleiter Matthias Neumaier erläutert die fünf Trassenvorschläge zum Brenner-Nordzulauf

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    Brenner-Nordzulauf: Deutsche Bahn prüft Vorschlag aus Inntal

    In Sachen Brenner-Nordzulauf prüft die Bahn den Vorschlag "Verknüpfungsstelle im Berg" bei Oberaudorf. Die Interessensgemeinschaft "Inntal 2040" hatte ihn eingereicht. Seine Realisierung erscheint Bahnverantwortlichen aber schwer vorstellbar.

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    Die Interessensgemeinschaft "Inntal 2040" hat vorgeschlagen, die große Verknüpfungsstelle, die südlich von Rosenheim benötigt wird, im Berg Wildbarren zu bauen. Elf Inntalbürgermeister haben diesen Vorschlag unterstützt, denn das Thema Flächenverbrauch würde so in den Berg verlagert. Die Regierung von Oberbayern hat den Vorschlag für das Raumordnungsverfahren angenommen und ihn der Deutschen Bahn zur Prüfung weitergeleitet.

    Deutsche Bahn sieht wenig Chancen auf Realisierung

    Man begrüße Vorschläge aus der Region, denn alle sich aufdrängenden Möglichkeiten wolle man bei der Planung in Betracht ziehen, sagte Projektleiter Matthias Neumaier bei einer Pressekonferenz in Rosenheim. Eine Realisierung erscheine nach heutigem Stand aber schwer vorstellbar. Neumaier sieht in der aktuellen Planungstiefe ein enormes Genehmigungsrisiko, z.B. aufgrund des Begegnungsverbots im Tunnel und auch in Sachen Brandschutz. Zwei Gleise bedeuteten auch zwei Röhren im Berg, erläuterte Bahn-Pressesprecher Franz Lindemair. Nach Prüfung des Wildbarren-Vorschlags wird die Deutsche Bahn der Regierung von Oberbayern eine Stellungnahme zukommen lassen.

    Planung des Brenner-Nordzulaufs müsse Bestand haben

    Die Vorzugstrasse müsse genehmigungsfähig sein, betont die Deutsche Bahn. Als Vorhabensträger müsse man die Planung vertreten können, auch im Fall einer Klage. "Deswegen sind wir hier eher konservativ unterwegs", sagt DB-Gesamtprojektleiter Matthias Neumaier .

    Bahn will Ökopunkte erwerben

    Die Deutsche Bahn gab bekannt, dass sie sich bereits um das Thema Ausgleichsflächen bemüht. Man sei gerade dabei, für vier Millionen Euro Ökopunkte in der Region zu erwerben. Hier werde man in den nächsten Jahren umfangreich tätig sein und auf Umweltverbände und Flächenagenturen zugehen, so Neumaier.

    Entscheidende Phase im nächsten Jahr

    Das Thema Brenner-Nordzulauf gehe im 1. Quartal 2021 in die entscheidende Phase. Im März oder April 2021 soll die Vorzugstrasse vorliegen. Diese gehe dann in die Vorplanung und in die Detailbetrachtung, etwa was eine Inn-Über- oder unterquerungen angeht oder auch das Thema Abraumhalden.

    Dialog geht weiter

    Der Dialog in der Region soll weiter fortgeführt werden. Vertreter der Deutschen Bahn haben bereits alle neu gewählten Bürgermeistern besucht. Dem neuen Rosenheimer Oberbürgermeister Andreas März sei hier zugesichert worden, dass Fernverkehrszüge auch künftig in Rosenheim halten würden.

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