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Brenner-Nordzulauf: Deutsche Bahn prüft Vorschläge | BR24

© picture alliance/Matthias Balk/dpa

Ein Zug der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) fährt über die Gleise der Bahntrasse durch das Inntal zwischen Rosenheim und Kufstein

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    Brenner-Nordzulauf: Deutsche Bahn prüft Vorschläge

    In Sachen Brenner-Nordzulauf nimmt die Deutsche Bahn derzeit Vorschläge von Bürgern unter die Lupe. Insgesamt folgten mehr als 150 Bürger der Aufforderung, eigene Trassenvorschläge vorzulegen.

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    In der Debatte um eine neue Bahnstrecke durch das bayerische Inntal will die Bahn am 1. Juli Vorschläge für fünf mögliche Trassenverläufe vorlegen. Bisher gingen Ideen für mögliche Trassen von über 150 Bürgern ein.

    Erste Zwischenbilanz gezogen

    Von den 37 bisher geprüften Vorschlägen der Bürger haben sich elf als fachlich geeignet herausgestellt, so die Projektverantwortlichen. Sie fließen nun in die Planung mit ein. So fand der Vorschlag, möglichst alle Strecken zu überdachen, Anklang. Auch eine westliche Umfahrung der Harthauser Filze, die zur "Variante Kolbermoor" gehört, kam ins Gespräch. Zudem nahmen die Planer den Vorschlag auf, die Strecke zwischen Stephanskirchen und dem Samerberg zu untertunneln.

    Diese Vorschläge wurden abgelehnt

    Verworfen wurden Vorschläge, die nicht den Planungsraum betrafen - wie Tunnel unter dem Karwendelgebirge oder unter dem Kaisergebirge. Auch Vorschläge, die aus technischer Hinsicht nicht möglich sind, wurden aussortiert. So erteilte die Deutsche Bahn der Untertunnelung der Inntalautobahn eine Absage.

    "Streckenweise ist die Untertunnelung vielleicht möglich, komplett nicht." Projektleiter Thorsten Gruber

    Gleiches gelte für einen Tunnel von Kiefersfelden bis Grafing. Bis 1. Juli werden nach und nach alle Bürgervorschläge gesichtet und bewertet. Die Deutsche Bahn veröffentlichte ihre Ergebnisse auf ihrer Homepage.

    Drei Pakete sollen abgeklopft werden

    Projektleiter Thorsten Gruber informierte am Donnerstag außerdem darüber, inwieweit die Bestandsstrecke im Inntal nochmals unter die Lupe genommen wird. Im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums werden drei Varianten abgeklopft: die technische Ertüchtigung der Bestandsstrecke, partielle Ortsumfahrungen oder ein drittes Gleis an der Bestandsstrecke. Auch hier sollen die Ergebnisse am 1. Juli vorliegen.