BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© Angelika Warmuth / dpa-Bildfunk
Bildrechte: Angelika Warmuth / dpa-Bildfunk

Ein Güterzug fährt durch das Inntal.

Per Mail sharen

    Brenner-Nordzulauf: Bürger haben viele Detailfragen

    Die Projektleiter des Brenner-Nordzulaufs haben in einem Webcast Bürgerfragen beantwortet. Die rund 500 TeilnehmerInnen hatte fast ebenso viele Fragen - zum Beispiel: Wieviel Staub und Lärm fällt an? Wie sieht der Ausgleich für die Landwirte aus?

    Per Mail sharen
    Von
    • Dagmar Bohrer-Glas

    In einem Webcast haben sechs Projektleiter und Planer des Brenner-Nordzulaufs die Fragen von interessierten Bürgerinnen und Bürgern beantwortet - darunter diverse Grundsatz- und Detailfragen.

    Projekt noch ganz am Anfang

    Die Bürger haben großes Interesse und viele Fragen: zum voraussichtlichen Bauablauf, ob eine offene oder eine geschlossene Tunnelbauweise vorgesehen ist, wie hoch und breit die geplanten Wälle ausfallen werden und auch wie der Staub- und Lärmschutz für die Anwohner in der Bauphase sichergestellt werden kann. Hier verwies die Deutsche Bahn auf die gesetzlichen Bestimmungen zum Emissionsschutz, die auch bei diesem Projekt zum Tragen kommen würden.

    Die Antworten der Bahnexperten machten deutlich, dass das Projekt Brenner-Nordzulauf noch am Anfang steht. Die Vorplanung der Deutschen Bahn, die in den kommenden Monaten beginnen wird, muss noch viele Punkte genauer untersuchen - etwa die Frage nach der Tunnelbauweise oder ob Trinkwasserbrunnen gefährdet sind.

    Entschädigung für Landwirte noch unklar

    Im Raum Riedering/Rohrdorf brauchen die Bürgerinnen und Bürger Geduld. Hier ist neben einer unterirdischen Variante auch ein oberirdischer Verlauf möglich. Das Projektteam wird nun prüfen, wie sich die einzelnen Varianten auf den Betrieb auswirken würden, erst dann gibt es eine Entscheidung. Nicht beantwortet wurde der Komplex Landwirtschaft - etwa wie hoch die Entschädigung für Landwirte sein wird und ob es Ausgleichsflächen für Landwirte geben wird. Diese Diskussion würde den Rahmen sprengen, meinte Projektleiter Matthias Neumaier, der auf den weiteren Dialog verwies.

    Baulärm je nach Tunnelbauweise

    Ist eine offene oder eine geschlossene Tunnelbauweise vorgesehen? Das war eine Frage, die online live eingereicht wurde. Hier erklärten die Planer auch den Unterschied: Bei einer geschlossenen Tunnelbauweise wird unterirdisch voran gegraben, bei der offenen Tunnelbauweise wird der Boden geöffnet und der Tunnel mehr oder weniger hineingebaut. Welche Bauweise im Landkreis Rosenheim angedacht ist, stehe aber noch nicht fest, so die Planer der Deutschen Bahn. Alle Fragen zum Bauablauf insgesamt sind noch verfrüht, das ist ein Ergebnis des gestrigen Webcasts.

    Viele Fragen noch offen

    Die Vorplanung der Deutschen Bahn beginnt in den kommenden Monaten. Deswegen konnte das Projektteam viele Fragen noch nicht konkret beantworten. Etwa die Frage, welcher Trinkwasserbrunnen gefährdet sein könnte und welche Maßnahmen dann greifen würden. Geklärt wird auch noch, ob zwischen dem Inn und Ostermünchen Stelzen oder Dämme die bessere Wahl für die Deutsche Bahn sind.

    Deutsche Bahn hält Gesprächsangebot aufrecht

    Der Webcast der Deutschen Bahn wurde aufgezeichnet und steht im Netz bereit. Gleichzeitig bekundet die Bahn, alle Fragen zu beantworten, die per mail eingereicht werden. Wenn die Pandemie vorbei ist, soll auch das DB-Info-Büro in der Rosenheimer Salinstraße wieder eröffnet werden

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!