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Brenner-Nordzulauf: Geteiltes Echo wegen unterirdischer Weichen | BR24

© BR/Dagmar Bohrer-Glas

Die Deutsche Bahn reagiert zurückhaltend auf den Vorschlag aus dem Inntal zum Brenner-Nordzulauf, der eine Verknüpfungsstelle im Berg Wilbarren vorsieht. Unterstützt wird die Variante dagegen von vielen Inntalbürgermeistern und Landwirten.

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Brenner-Nordzulauf: Geteiltes Echo wegen unterirdischer Weichen

Die Deutsche Bahn reagiert zurückhaltend auf den Vorschlag aus dem Inntal zum Brenner-Nordzulauf, der eine Verknüpfungsstelle im Berg Wilbarren vorsieht. Unterstützt wird die Variante dagegen von vielen Inntalbürgermeistern und Landwirten.

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Die Deutsche Bahn will den Vorschlag aus dem Inntal zum Brenner-Nordzulauf noch nicht bewerten. Da keine Unterlagen übermittelt worden seien, seien der Deutschen Bahn keine genaueren Inhalte bekannt. Derzeit sei eine Bewertung des Vorschlags ohne Unterlagen nicht möglich, heißt es.

Bahn hielt bisher "unterirdisch" für nicht machbar

Allerdings kenne die Deutsche Bahn die Idee "Verknüpfungsstellen im Tunnel" zu führen bereits, da er sich unter den 150 Bürgervorschlägen befunden hatte. Das DB-Projektteam habe eine Verknüpfungsstelle im Tunnel als nicht vertretbar eingestuft. Hauptgrund sei das "Zug-Begegnungsverbot im Mischverkehrsbetrieb". Eine oberirdische Verknüpfung jedoch stößt auf den Widerstand der Landwirte. Bislang ist eine solche Verknüpfung im Bereich Niederaudorf in der Nähe des Klosters Reisach geplant. Hier befürchten die Bauern einen enormen Flächenverbrauch.

Breite Unterstützung für Tunnel-Vorschlag am Brenner-Nordzulauf

Am Freitag war der Vorschlag aus dem Inntal bekannt geworden, der große politische Zustimmung findet. Die Interessengemeinschaft "Inntal 2040" will die große Weichenstelle, also die vieldiskutierte Verknüpfungsstelle, im Berg Wildbarren bauen lassen und begründet das mit ausgearbeiteten Plänen eigener Fachleute. Zur Liste der Unterstützer gehören bisher neben Landrat Lederer elf Bürgermeister - von Raubling bis Kufstein - sowie die CSU-Bundestags- bzw. Landtagsabgeordneten Ludwig und Stöttner. "Auch der Bauernverband und die Industrie- und Handelskammer Rosenheim unterstützen uns", teilte Inntal 2040 dem BR mit.

Regierung von Oberbayern muss prüfen

Der Vorschlag liegt nun bei der Regierung von Oberbayern und soll beim anstehenden Raumordnungsverfahren geprüft werden. Die umfangreichen Unterlagen gingen am Donnerstag sowohl an die Regierung von Oberbayern als auch an die Deutsche Bahn, so "Inntal 2040", deswegen sei es verständlich, dass die Bahn hier noch keine Bewertung abgeben könne.

Eine Verknüpfungsstelle ist so etwas wie eine große Weichenstelle mit Überleitungen, die sehr viel Fläche benötigt und deswegen im Inntal sehr umstritten und gefürchtet ist. Auch im Bereich Reischenhart ist eine Verknüpfungsstelle in den Plänen der Deutschen Bahn eingezeichnet - enorme Brückenbauwerke hier wären die Folge.

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