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Bregenzer Winzer lässt Weintanks im Bodensee versenken | BR24

© BR/Christoph Scheule

Wie verändert sich der Weingeschmack?

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Bregenzer Winzer lässt Weintanks im Bodensee versenken

Ein österreichischer Winzer hat im Bodensee vor Bregenz zwei Stahltanks mit jeweils 1.000 Liter Weiß- und Rotwein versenkt. Sein Ziel ist es, zu erfahren, wie sich der Geschmack des Weins dabei ändert.

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Wegen des stürmischen Wetters war die Aktion nicht einfach. Zusammen mit Luftkissen wurden zwei Stahltanks mit jeweils 1.000 Liter Weiß- und Rotwein in die Bregenzer Bucht geschleppt. Dort wurden sie versenkt, in eine Tiefe von rund 60 Metern.

Wie verändert sich der Geschmack?

"Wir wollen von Wissenschaftlern begleitet wissen, wie sich der Weingeschmack verändert", wird Winzer Josef Möth in einer Pressemitteilung zitiert. "Spannend wird die Frage, wie sich die gleichbleibende Temperatur von 4 Grad, der in 60 Metern vorherrschende Druck und die Lichtverhältnisse auf die Qualität und den Geschmack des Weins auswirken werden".

Ein echter "Tiefenrausch"

Anschließend wird der Wein unter dem Namen "Tiefenrausch" vermarktet und verkauft. Die Erklärung für den Namen liefert die Pressemitteilung auch: "Der Tiefenrausch ist bei Tauchern ein Phänomen, das ab ca. 40 Metern auftritt. Die Pressluft wird ab dieser Tiefe toxisch und verleitet zu nicht logischem Handeln. Wenn man zuviel Wein getrunken hat ist das ebenso."

Bergung via GPS

Wie oder womit er es geschafft hat, von den beteiligten Behörden die Genehmigung zu erhalten, Tanks mit 2.000 Liter Wein im Bodensee, dem größten Trinkwasserspeicher Europas, zu versenken, ist nicht bekannt. "Aber alle waren sehr aufgeschlossen und hilfsbereit", heißt es in der Mitteilung. Der Weißwein-Tank soll nach sechs Monaten, der Rotwein nach einem Jahr wieder geborgen werden – wenn das GPS funktioniert und die Fässer gefunden werden können.