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Brauerei Göller will 15.000 Liter Fassbier nun spenden | BR24

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Das im März abgefüllte Fassbier der Brauerei Göller in Zeil am Main wird nun doch nicht vernichtet, sondern gespendet.

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Brauerei Göller will 15.000 Liter Fassbier nun spenden

Das im März abgefüllte Fassbier der Brauerei Göller in Zeil am Main wird nun doch nicht vernichtet, sondern gespendet. Das teilt der Brauerei-Geschäftsführer Max Göller mit.

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Die Brauerei Göller wollte das Bier zunächst wegschütten, da Anfang Juni das Mindesthaltbarkeitsdatum abläuft. Das Bier soll nun aber an Organisationen gespendet werden, die es unter Einhaltung der aktuellen Ausgangsbeschränkungen aufbrauchen können. Laut Göller hat sich am Mittwochnachmittag ein Oberstleutnant der Bundeswehr gemeldet, der das Bier als Feierabendbier für Soldaten abkaufen wollte. "Da sich die Bundeswehr im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus einsetzt, haben wir uns entschlossen, Fassbier zu spenden. Falls sich weitere Organisationen melden, die das Bier in vernünftigem Rahmen unter Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums abnehmen, wird die Fassbiermenge auf diese Organisationen aufgeteilt werden," schreibt Max Göller in einer Email an den BR. Es handle sich ausschließlich um 30- und 50- Literfässer. .

Fassbier findet derzeit keinen Absatz

In Zeiten der Ausgangsbeschränkungen seien diese nicht verkäuflich, schreibt Göller. Eine Teilöffnung der Gastronomie ist offiziell noch nicht terminiert. "Wenn es soweit sein wird, werden die Fässer abgelaufen sein oder nur wenige Tage vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum stehen. Dann möchten wir unsere Kunden jedoch mit frischer Ware und altbekannter Qualität beliefern," schreibt Göller. In Zeiten der Ausgangsbeschränkungen seien die großen Fässer für die Abgabe an Privatpersonen nicht geeignet. Das Bier in den großen Fässern - Helles, Pils, Kellerbier, Rauchbier bis Weizenbier – hat einen Wert von rund 15.000 Euro. Große bis zu 50 Liter fassende Bierfässer sind im Augenblick nicht verkäuflich, weil alle Gaststätten geschlossen sind und es keine Veranstaltungen gibt. Laut Göller ist das Bier seiner Brauerei bis zu drei Monate haltbar.

Mitarbeiter in Kurzarbeit

40 Mitarbeiter beschäftigt Göller in der Brauerei, 30 in der eigenen Brauereigaststätte. 70 bis 80 Prozent der Gaststättenmitarbeiter sind in Kurzarbeit. In der Brauerei wird noch von Montag bis Donnerstag gearbeitet. 55.000 Hektoliter Liter Bier braut die Brauerei normal pro Jahr. Dazu kommt die Herstellung von rund 10.000 Litern antialkoholischer Getränke. Die Brauerei Göller gibt es seit 1514. Seit 1908 ist sie im Familienbesitz. Sie wird von Franz Josef Göller in dritter Generation geführt. Die Traditionsbrauerei gehört zu den zehn ältesten Brauereien in Bayern.

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