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Brandstiftung mit Millionenschaden: Mann muss in Psychiatrie | BR24

© Ralf Hettler

Großbrand bei einer Kunststoffirma in Stockstadt - Nachlöscharbeiten

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    Brandstiftung mit Millionenschaden: Mann muss in Psychiatrie

    Der 35-Jährige, der 2018 durch Brandstiftung in einer Kunststoff-Firma in Stockstadt am Main einen Millionenschaden angerichtet hat, muss dauerhaft in die Psychiatrie. Das wurde heute am Landgericht Aschaffenburg entschieden.

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    Der 35-Jährige wird dauerhaft in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Das ist das Ergebnis des Sicherungsverfahrens. Ein Gutachter hat bestätigt: Der 35-jährige Mann leidet an einer paranoiden Schizophrenie, war also zum Tatzeitpunkt schuldunfähig. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

    Feuer beim ehemaligen Arbeitgeber gelegt

    Der Mann hatte an Ostern letzten Jahres auf dem Gelände seines ehemaligen Arbeitgebers in Stockstadt einen Kartonstapel angezündet. Das Feuer breitete sich rasant aus und richtete in dem kunststoffverarbeitenden Betrieb einen Gesamtschaden von über sieben Millionen Euro an. Bei seiner Festnahme hatte der 35-Jährige bereits eingeräumt, das Feuer bei seinem ehemaligen Arbeitgeber gelegt zu haben. Er gestand auch, für weitere kleinere Brände im Raum Alzenau verantwortlich zu sein.

    Stichwort: Sicherungsverfahren

    Das Sicherungsverfahren ist ein Strafverfahren der besonderen Art. Es hat keine Bestrafung sondern die Unterbringung in einer Heil- oder Pflegeanstalt zum Gegenstand. Die Staatsanwaltschaft leitet es gegen Täter ein, die nicht bestraft werden können, weil sie schuldunfähig oder verhandlungsunfähig sind.