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Brandbrief zur hausärztlichen Versorgung übergeben | BR24

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Eine Hausärztin aus Rohr muss möglicherweise Teile ihres Honorars zurückzahlen, weil sie angeblich zu viele Hausbesuche gemacht hat.

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    Brandbrief zur hausärztlichen Versorgung übergeben

    Im Streit um zu viele Hausbesuche erhält die betroffene Hausärztin aus Rohr in Niederbayern breite Unterstützung aus der Politik. Rohrs Bürgermeister Andreas Rumpel hat dem Kelheimer Landrat Martin Neumeyer einen Brandbrief übergeben.

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    Der Fall sorgt im Landkreis Kelheim für Aufregung: Eine Hausärztin aus dem niederbayerischen Rohr muss möglicherweise Teile ihres Honorars zurückzahlen, weil sie laut Prüfungsstelle Ärzte Bayern zu viele Hausbesuche gemacht hat. Die Stelle argumentiert, die Ärztin hätte Hausbesuche zusammenfassen oder aufschieben sollen.

    Unterstützungsschreiben an Gesundheitsminister

    Der Bürgermeister von Rohr, Andreas Rumpel, hat jetzt dem Kelheimer Landrat Martin Neumeyer einen Brandbrief übergeben. Dieser soll das von Bürgermeistern, Landräten, Landtags- und Bundestagsabgeordneten aus Kelheim und Landshut unterzeichnete Unterstützungsschreiben an Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn weiterleiten.

    Erhebliche Mehrkosten für Krankenkassen

    Wegen ihrer spezifischen Ausrichtung zur Palliativ- und Notfallmedizin wird Dr. Lütz von den Pflegeheimen regelmäßig angefordert und ist für das Pflegepersonal über die Praxisstunden hinaus auch spät abends und am Wochenende telefonisch erreichbar. Würde dies wegfallen, müsste das Pflegepersonal häufig den Rettungsdienst mit Notarzt anfordern, wodurch im Vergleich zum Hausarztbesuch erhebliche Mehrkosten für die Krankenkassen entstehen würden.

    Brandbrief beim "Runden Tisch" vereinbart

    Beim "Runden Tisch" am 07. Januar 2020 waren die politischen Vertreter übereingekommen, sich in diesem besonderen Einzelfall der hausärztlichen Betreuung von Heimbewohnern zur weiteren Erbringung von Hausbesuchen durch die Ärztin mit vereinten Kräften gemeinsam einzusetzen, dass die hausärztliche Versorgung für die Patienten in Pflegeheimen auch in der Zukunft sichergestellt werden kann.

    "Fehler im System"

    Mit den nun übergebenen Briefen an beide Gesundheitsminister wollen die politischen Mandatsvertreter erreichen, dass die Besonderheit des Einzelfalls am Beispiel Dr. Lütz generell und damit bundesweit objektiv noch einmal bewertet wird. Sie fordern die Minister auf diesen "Fehler im System" zu korrigieren.