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Brandanschlag auf syrisches Geschäft: Urteil erwartet | BR24

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Landgericht Hof

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    Brandanschlag auf syrisches Geschäft: Urteil erwartet

    Im Prozess um einen Brandanschlag auf ein syrisches Geschäft in Marktredwitz wird heute das Urteil erwartet. Ein junger Mann muss sich wegen versuchten Mordes in sechs Fällen, schwerer Brandstiftung und vorsätzlicher Sachbeschädigung verantworten.

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    Zum Prozessauftakt am Landgericht Hof hatte der Angeklagte die Tat abgestritten. In der Nacht des 15. Januars soll er zusammen mit zwei weiteren mutmaßlichen Tätern die Schaufensterscheibe und die Eingangstür eines syrischen Geschäfts in Marktredwitz eingeschlagen, dort Benzin verschüttet und den Laden so in Brand gesteckt haben.

    Schnelles Handeln verhinderte Schlimmeres

    Das Feuer hatte auf das Warenlager und angrenzende Gebäude übergegriffen. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von mehr als 75.000 Euro. Über dem Laden befanden sich Mietwohnungen. Aufmerksamen Zeugen und dem schnellen Anrücken der Feuerwehr sei es zu verdanken gewesen, dass der Brand schnell entdeckt worden sei und dass die schlafenden Bewohner das Gebäude rechtzeitig verlassen konnten, heißt es in der Anklageschrift. Verletzt wurde niemand.

    Auftragsanschlag?

    Einer der mutmaßlichen Täter konnte gefasst werden. Ihm wird vorgeworfen, dass er den Tod der Bewohner in Kauf genommen habe. Die Staatsanwaltschaft Hof geht davon aus, dass der Mann im Auftrag eines anderen gehandelt habe. Möglicher Hintergrund: Das syrische Geschäft könnte zu einer ernsten Konkurrenz für bestehende Lebensmittelgeschäfte mit ähnlichem Sortiment geworden sein.

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