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Brandanschlag auf syrischen Laden: Freispruch am Landgericht Hof | BR24

© BR-Studio Franken/Simon Trapp

Prozess wegen Brandstiftung am Landgericht Hof

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    Brandanschlag auf syrischen Laden: Freispruch am Landgericht Hof

    Im Prozess um einen Brandanschlag auf ein syrisches Geschäft in Marktredwitz im Landkreis Wunsiedel ist der Angeklagte freigesprochen worden. Es gab nicht genug Beweise. Dem Mann wurde unter anderem versuchter Mord vorgeworfen.

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    "In dubio pro reo – im Zweifel für den Angeklagten": Mit einem Freispruch ist der Prozess um einen Brandanschlag auf ein syrisches Geschäft in Marktredwitz im Landkreis Wunsiedel heute vor dem Landgericht Hof zu Ende gegangen.

    Anklage wegen versuchten Mordes und Brandstiftung

    Vor Gericht verantworten musste sich ein 21-jähriger Mann aus dem Irak. Ihm wurden versuchter Mord in sechs Fällen, schwere Brandstiftung und vorsätzliche Sachbeschädigung vorgeworfen. In ihren Plädoyers beantragten sowohl die Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft den Freispruch des Angeklagten.

    Nicht genug Beweise für Verurteilung

    Der Grund: Die Beweise für die Tat seien nicht ausreichend, so auch die Begründung des Gerichts in der Urteilssprechung. Zwar wurde vor dem Geschäft in Marktredwitz eine Tasche sichergestellt, auf der die DNA des jungen Mannes gefunden wurde. Weitere Spuren, die auf ihn als Täter hätten hinweisen können, gab es aber nicht.

    Auch die Videoaufzeichnungen aus einer nahegelegenen Pizzeria reichten nicht für eine eindeutige Identifizierung aus. Darauf waren lediglich drei vermummte Gestalten zu sehen. Zum Prozessauftakt am Landgericht Hof hatte der junge Mann die Tat abgestritten. Der 21-Jährige war neun Monate in Untersuchungshaft.

    Hintergrund: Brandanschlag auf syrisches Geschäft in Marktredwitz

    In der Nacht des 15. Januars hatten Unbekannte die Schaufensterscheibe und Eingangstür eines syrischen Geschäfts in Marktredwitz eingeworfen, Benzin verschüttet und den Laden in Brand gesetzt. Das Feuer hatte auf das Warenlager und angrenzende Gebäude übergegriffen. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 80.000 Euro.

    Über dem Laden befanden sich Mietwohnungen. Verletzt wurde niemand, alle Bewohner konnten sich rechtzeitig in Freie retten. Als möglicher Hintergrund wurde vermutet, dass das syrische Geschäft für ähnliche Läden zur Konkurrenz geworden sei.

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