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Brand an BR-Sendemast: Polizei vermutet Brandstiftung | BR24

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Nach dem Brand eines Sendeturms am BR-Standort in München-Freimann geht die Polizei von Brandstiftung aus. Nach BR-Informationen könnte die Tat in Verbindung zu einer Serie von ähnlichen Brandstiftungen im Bundesgebiet stehen.

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Brand an BR-Sendemast: Polizei vermutet Brandstiftung

Der Brandanschlag auf den BR-Sendemasten auf dem Gelände in Freimann steht womöglich in Verbindung zu einer ganzen Serie von ähnlichen Brandstiftungen im Bundesgebiet. Momentan geht die Polizei von einer linksmotivierten Tat aus.

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Nach dem Brand eines Funkmasts auf dem Gelände des Bayerischen Rundfunks in München-Freimann in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, 22. Mai, geht die Polizei von Brandstiftung aus. Das teilte das Polizeipräsidium München am Vormittag in einer Medieninformation mit.

So habe sich für die Polizei vor Ort der Anfangsverdacht einer Brandstiftung ergeben. Daraufhin wurden größere Fahndungsmaßnahmen nach möglichen Tätern eingeleitet. Hierbei waren mehr als 20 Streifenfahrzeuge und ein Hubschrauber im Einsatz.

Politisch motivierte Tat aus linkem Spektrum?

Nach ersten Erkenntnissen, so die Polizei, seien ein oder mehrere bislang unbekannte Täter auf das Gelände gelangt und hätten dort den Funkmast in Brand gesetzt. Nach dem momentanen Ermittlungsstand geht die Polizei von einer politisch motivierten Tat aus dem linken Spektrum aus.

Aufruf zu Anschlägen im Internet

Nach BR-Informationen wird bereits seit Wochen im Internet aus linksextremen Kreisen zu Anschlägen auf wichtige Infrastruktureinrichtungen aufgerufen. Die mit einer Anleitung zum Inbrandsetzen von Funkmastentechnik versehenen Aufrufe kursieren unter dem Stichwort "Gefährlicher Mai".

In der Region München wurden jüngst zwei Anschläge dieser Art von der Polizei registriert: auf einen Mobilfunkmasten im Perlacher Forst und auf einen Kabelschacht mit Telekommunikationseinrichtungen an der Leinthaler Straße - rund 500 Meter vom Freimanner BR-Gelände entfernt. Eine Übersicht über die bundesweit verübten Anschläge dieser Art liegt nicht vor.

Die Fahndungsmaßnahmen der Polizei brachten bislang noch keine konkreten Ergebnisse. Die polizeilichen Ermittlungen werden durch das Kommissariat 43 (Staatsschutzdelikte links) geführt. Das Polizeipräsidium bittet um Hinweise der Bevölkerung.

Sendeversorgung wohl weitgehend unberührt

Den Brand selbst konnte indessen die Feuerwehr binnen einer Stunde unter Kontrolle bringen. Teile der Anlage, insbesondere der Kabelschacht, sind auf voller Länge verkohlt und außer Funktion. Die Stahlkonstruktion selbst steht. Weitere Angaben zur Schadenshöhe können derzeit noch nicht gemacht werden. Nach Einschätzung von BR-Verantwortlichen sind auch keine größeren Folgen für die Sendeversorgung zu erwarten, lediglich der Radioempfang über DAB+ im Münchner Norden könnte geringfügig beeinträchtigt sein.

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Großer Feuerwehreinsatz im Norden von München. Auf dem Gelände des Bayerischen Rundfunks in Freimann hat gegen drei Uhr in der Nacht ein Sendeturm gebrannt - warum, ist noch nicht klar.

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