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#BR24Zeitreise: Beschluss zum Bau des Münchner Großflughafens | BR24

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Vor 50 Jahren verkündet die Bayerische Staatsregierung ihre Entscheidung, den Münchner Flughafen von Riem ins Erdinger Moos zu verlegen. Die Proteste der Bevölkerung können den Bau nicht verhindern und der Flughafen München wird 1992 eröffnet.

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#BR24Zeitreise: Beschluss zum Bau des Münchner Großflughafens

Vor 50 Jahren verkündet die Bayerische Staatsregierung ihre Entscheidung, den Münchner Flughafen von Riem ins Erdinger Moos zu verlegen. Die Proteste der Bevölkerung können den Bau nicht verhindern und der Flughafen München wird 1992 eröffnet.

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Am 5. August 1969, also vor 50 Jahren, fiel eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen: Das bayerische Kabinett beschloss, den Münchner Flughafen von Riem ins Erdinger Moos bei Freising zu verlegen. In München-Riem war kein Platz für einen weiteren Ausbau. Ein neuer Standort musste gefunden werden, erst recht nach den Flugzeugabstürzen 1958 und 1960.

Flughafenbau im "Nebelloch"

Manching, Hörlkofen und Sulzemoos waren etwa im Gespräch - und vor allem der Hofoldinger Forst. Nach heftigen Politikerprotesten dort - und vielen "Klüngeleien", wie Kritiker noch heute sagen - wurde auch das Erdinger Moos ins Raumordnungsverfahren aufgenommen. Dabei schien es zunächst ungeeignet. In der Nähe war der Erdinger Militärflughafen, und zudem galt das Moos als "Nebelloch". Am Ende ist aber trotzdem nur der "Standort Erding-Nord" übriggeblieben.

Geopfert wurde das Dorf Franzheim

Die Entscheidung verkündete Ministerpräsident Alfons Goppel am 5. August 1969. Nach langen juristischen Auseinandersetzungen wurde 1992 der neue Flughafen eröffnet, allerdings deutlich kleiner als zunächst geplant. Das Dorf Franzheim hatte trotzdem weichen müssen. Dort befindet sich heute die südliche Start- und Landebahn.