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Söder kündigt Corona-Testzentren an Bayerns Grenzen an | BR24

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Ministerpräsident Söder will sich dafür einsetzen, Corona-Risikogebiete präziser auszuweisen. Zudem sollen sich nicht nur Flug-, sondern auch Auto- und Bahnreisende testen lassen können.

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Söder kündigt Corona-Testzentren an Bayerns Grenzen an

Bayern will Urlaubsrückkehrer verstärkt auf Corona testen: Laut Ministerpräsident Söder werden Teststationen an Autobahnen in Grenznähe und an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg eingerichtet. Der Ticker zur Pressekonferenz zum Nachlesen.

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10.39 Uhr: Verpflichtende Tests auch für Auto- und Bahnreisende denkbar

Gesundheitsministerin Huml hält verpflichtende Tests auch für Urlauber, die mit dem Auto oder der Bahn aus Risikogebieten zurückkommen, für denkbar. "Bei Flugreisen ist es im ersten Augenblick leichter", sagte sie. Denn da gebe es einen Abflug- und einen Landeort. Bei Auto- und Bahnfahrern müsse man zunächst erfragen, wo sie im Urlaub gewesen seien.

Ministerpräsident Söder verwies darauf, dass jeder, der aus einem Risikogebiet kommt, in Quarantäne gehen müsse. Es sei aber möglich, diese Quarantäne durch einen Test aufzuheben. Wenn man verpflichtende Tests an Flughäfen mache, müsse auch über eine Verpflichtung in anderen Bereichen gesprochen werden.

10.30 Uhr: Huml befürchtet unentdeckte Infektionen in Urlaubsgebieten

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) befürchtet, dass es viele Touristenregionen mit unentdeckten Corona-Infektionen gibt. Gefragt nach der Situation am österreichischen Wolfgangsee, wo viele Hotelmitarbeiter positiv getestet wurden, äußerte sich Huml dagegen etwas optimistischer. Denn dort hätten viele Urlauber das Angebot angenommen, sich testen zu lassen. "Die Gefahr ist überall dort, wo es nicht erkennbar ist", bekräftigte auch Ministerpräsident Söder. Er ergänzte: "Man kann auch die Frage stellen: Warum muss man Urlaub in einem Risikogebiet machen?"

10.22 Uhr: Söder will präzisere Risikogebiete

Der bayerische Ministerpräsident will sich dafür einsetzen, Corona-Risikogebiete künftig präziser auszuweisen. Die bisherige Struktur reiche nicht, erklärte Söder. Stattdessen sollten die vom Robert Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiete "regionaler" und kleinteiliger überprüft werden - auch mit Blick darauf, welche Testkapazitäten jeweils vor Ort verfügbar sind.

10.20 Uhr: Söder besteht auf verpflichtende Corona-Tests an Flughäfen

Söder erneuerte auch seine Forderung, an den Flughäfen verpflichtende und kostenlose Corona-Tests für Rückkehrer vorzunehmen. Hierfür müsse der Bund die Rechtsgrundlage schaffen, Bayern wolle alles vorbereiten, um sofort den "Start-Knopf" drücken zu können.

10.12 Uhr: Urlaubsrückkehrer sollen verstärkt getestet werden

Mit Blick auf die in Bayern gerade begonnenen Sommerferien kündigte Söder deutlich mehr Test-Möglichkeiten für Urlaubsrückkehrer an - auch für jene, die mit dem Auto oder der Bahn reisen. Demnach sollen am Walserberg, in Pocking und Kiefersfelden grenznahe Teststationen für Reisende entstehen. Auch an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg seien entsprechende Stationen geplant. Dort könnten sich Urlaub-Rückkehrer freiwillig testen lassen. Dies gilt laut Söder auch für Menschen aus anderen Bundesländern.

10.10 Uhr: Vorerst kein Lockdown in Mamming

Bei dem Erntebetrieb in Mamming, in dem es zuletzt 174 offizielle Corona-Fälle gab, ist nach Meinung des Ministerpräsidenten schnell und konsequent reagiert worden. Der ganze Betrieb sei unter Quarantäne. Sollte das Infektionsgeschehen lokal eingrenzbar sein, wofür im Moment viel spreche, bleibe der Lockdown daher auf den Betrieb beschränkt. Söder kritisierte, dass es vor Ort trotz Kontrollen Verstöße gegen das Hygienekonzept gegeben habe.

10.09 Uhr: Höhere Bußgelder bei Verstößen

Laut Söder müssen Betriebe, die gegen die Hygieneauflagen verstoßen, künftig mit deutlich höheren Strafen rechnen. Demnach soll der Bußgeldrahmen von aktuell 5.000 auf 25.000 Euro erhöht werden.

10.07 Uhr: Verpflichtende Tests für Saisonarbeiter

Angesichts der zahlreichen Corona-Infektionen auf einem Gemüsehof in Niederbayern sollen laut Ministerpräsident Söder während der Erntezeit alle Betriebe in Bayern in noch kürzeren Intervallen geprüft werden. Die Kontrolleure sollen demnach "unangemeldet, Tag und Nacht" vorbeikommen. Zudem würden alle Saisonarbeiter im Freistaat verpflichtend getestet, kündigte Söder an.

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Angesichts der zahlreichen Corona-Infektionen auf einem Gemüsehof in Niederbayern sollen laut Ministerpräsident Söder während der Erntezeit die Betriebe noch intensiver geprüft werden. Saisonarbeiter müssen getestet werden.

10.02 Uhr: Söder: Corona kommt zurück

Zu Beginn der Pressekonferenz warnt Ministerpräsident Söder eindringlich vor Leichtsinn. Vorsicht müsse oberstes Gebot bleiben. "Corona ist nicht vorbei", sagte er. Niemand dürfe sich täuschen: "Corona kommt schleichend zurück, leider aber mit aller Macht." Das liege an der Unvernunft und mangelnden Vorsicht bei manchen Menschen - aber zum Teil auch an bewussten Verstößen gegen Hygienekonzepte.

9.20 Uhr: Entwarnung im Landkreis Hof

Einen weiteren größeren Corona-Ausbruch gab es im Landkreis Hof. Dort wurden 48 Menschen positiv auf Covid-19 getestet. Nach Angaben der Behörden sind von 42 der 48 Fälle mehrere Großfamilien betroffen. Landrat Oliver Bär und Rehaus Bürgermeister Michael Abraham (beide CSU) gaben am Sonntag aber Entwarnung: Die Infektionskette sei gestoppt worden.

9.15 Uhr: Kritik der Opposition

Der SPD-Verbraucherschutzexperte im Landtag, Florian von Brunn, warf der Staatsregierung eine Mitverantwortung an dem Ausbruch in Mamming vor: "Gerade die Hygienebedingungen am Arbeitsplatz und die Wohnverhältnisse müssen aus unserer Sicht scharf kontrolliert werden." Das sei offensichtlich nicht passiert. "Dieser Ausbruch kam mit Ansage", kritisierte der SPD-Politiker. Der parlamentarische Geschäftsführer der Landtags-Grünen, Jürgen Mistol, forderte eine wirksame Kontrollstruktur und eine konsequente Ahndung von Verstößen bei der Unterbringung von Saisonarbeitskräften.

9.07 Uhr: Erntehelfer auf Gemüsehof angesteckt

Mit Spannung wird vor allem erwartet, wie Söder auf die Ansteckung von mindestens 174 Erntehelfern auf einem Gemüsehof in Mamming reagiert. Gesundheitsministerin Huml hatte am Sonntag gesagt, dass durch den Ausbruch die kritische Grenze von mehr als 50 Infizierten pro 100.000 Einwohner im Landkreis Dingolfing-Landau wohl überschritten werde. Da es sich aber bislang um einen geschlossenen Personenkreis handle, sei vorerst keine Rücknahme der Corona-Lockerungen unter der Bevölkerung geplant.

Die Staatsregierung will nun in einer "Corona-Testoffensive" auf großen Höfen die Erntehelfer untersuchen lassen. Zudem soll heute eine Covid-Teststation in Mamming aufgebaut werden. Laut Huml wird der örtlichen Bevölkerung angeboten, sich freiwillig testen zu lassen.

8.57 Uhr: Söder spricht über "aktuelles Corona-Geschehen"

Angesichts der zahlreichen Corona-Infektionen im niederbayerischen Mamming und im Landkreis Hof hat die bayerische Staatsregierung eine Pressekonferenz angesetzt. Dabei wird sich laut Staatskanzlei Ministerpräsident Markus Söder gemeinsam mit Staatskanzleichef Florian Herrmann und Gesundheitsministerin Melanie Huml (alle CSU) zum "aktuellen Corona-Geschehen" äußern "und einen Ausblick auf das weitere Vorgehen geben".

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