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Neue Corona-Regeln - was gilt an Schulen? | BR24

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Neue Corona-Regeln - was gilt an Schulen?

Trotz anhaltend hoher Infektionszahlen halten Bund und Länder am Präsenzunterricht fest - Schulen und Kitas sollen weiter geöffnet bleiben. Welche Regeln gelten jetzt? Und was sagen Eltern und Schüler? Darüber sprechen wir ab 16 Uhr im BR24Live.

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Von
  • BR24 Redaktion

Schulen und Kitas bleiben während der Corona-Pandemie weiterhin geöffnet. Darauf haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch beim Corona-Gipfel verständigt. Gleichzeitig sollen neue Maßnahmen Ansteckungen eindämmen.

  • Die neuen Corona-Beschlüsse im Überblick finden Sie hier.

Großflächiger Wechselunterricht, bei dem Klassen halbiert und abwechselnd zu Hause und in der Schule unterrichtet werden, ist trotz anhaltend hoher Infektionszahlen nicht geplant. Merkel und die Länderchefs vereinbarten, dass über solche Maßnahmen weiterhin lokal und "schulspezifisch" entschieden werden soll.

Sie haben Fragen zum Thema Corona und Schule? Was sagen Eltern und Schüler zu den Beschlüssen? Wir sprechen ab 16 Uhr im Livestream von BR24 mit Joshua Grasmüller, Koordinator des Landesschülerrats und stellvertretender Landesschülersprecher Bayern.

Vorgezogene Weihnachtsferien

Um die Ansteckungsgefahr an Weihnachten im Kreise der Familie gering zu halten, sollen der Beginn der Weihnachtsferien in fast ganz Deutschland vorgezogen werden. Der letzte Schultag in Bayern ist der 18. Dezember.

Bis dahin soll in Corona-Hotspots hingegen Wechselunterricht bei Schülern ab der 8. Klasse zum Einsatz kommen. Als Grenze gilt ein Inzidenzwert von 200 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohnern pro Woche. Diese Zahl wird momentan in den meisten Landkreisen Deutschlands laut Robert Koch-Institut nicht überschritten. Der sogenannte Hybridunterricht wird auch nicht verpflichtend, sondern gilt nur als Beispiel für eine Zusatzmaßnahme bei einem starken Infektionsgeschehen.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat heute nach der Kabinettsitzung auf einer Pressekonferenz mitgeteilt, dass Bayern die Hotspot-Strategie für Schulen mitträgt. Ausgenommen sind Abschlussklassen und Förderschulen.

Bund und Länder wollen am Präsenzunterricht festhalten

Bund und Länder betonten in ihrem gemeinsamen Beschluss: "Das Offenhalten von Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen hat höchste Bedeutung." Mit Blick auf die Schulen heißt es, das Recht auf Bildung könne am besten durch Lernen und Lehren in Präsenz gewährleistet werden.

Kanzlerin Merkel ergänzte in ihrer Regierungserklärung am Tag nach den Corona-Beratungen, dass das Infektionsgeschehen an Schulen - gerade in Hotpots - dringend verringert werden muss. Merkel plädierte an die Länder, von den Formen des Wechsel- und Hybridunterrichts Gebrauch zu machen. Sie betonte zudem die Wichtigkeit des Mund-Nasen-Schutzes. In den meisten Bundesländern gilt längst eine Maskenpflicht im Unterricht ab der 5. Klasse, in Bayern sogar an Grundschulen.

Einheitliche Quarantäne-Regeln an Schulen

Bei Corona-Fällen an Schulen soll künftig einheitlich vorgegangen werden. Schüler, die sich mit Corona angesteckt haben, sollen gemeinsam mit ihren Mitschülern sofort in eine fünftägige Quarantäne. Nach diesen fünf Tagen soll es einen Schnelltest geben.

Ist dieser Test negativ, dürfen die Schüler wieder in die Schule. Wer positiv ist, soll alle drei Tage erneut getestet werden, bis der Test negativ ausfällt. Lehrer sollen dem Beschluss zufolge wegen "des zeitlich befristeten und anders strukturierten Kontakts" nicht in diese "Clusterisolation" einbezogen werden.

Philologenverband begrüßt Beschlüsse

Michael Schwägerl, Vorsitzender des Bayerischen Philologenverband, zeigte sich im BR24Live "Corona-Update für Deutschland" nach der Pressekonferenz mit Merkel erfreut, dass der "Schutzraum Schule" bundesweit gestärkt werden soll. Gerade in den älteren Klassen sei das Infektionsgeschehen ein ganz anderes als beispielsweise in den Grundschulen. Das müsse bei den Maßnahmen beachtet werden.

Die vorgezogenen Weihnachtsferien sieht Schwägerl eher skeptisch. Das Infektionsgeschehen werde dadurch nicht großartig beeinflusst. Es sei eher zu hinterfragen, ob "ein sorgloses Freizeitverhalten das ganze konterkariert". Ob das Weihnachtsfest dadurch sicherer wird, bezweifelt Schwägerl. Es müsse sich jetzt "jeder selbst an die Nase fassen", das Verhalten aller beeinflusse auch das Verhalten an den Schulen.

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