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Bayern: Corona-Tests für alle und keine Maske mehr im Kinosessel | BR24

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Ab Mittwoch kann sich jeder in Bayern kostenfrei auf den Coronavirus testen lassen. Die Maskenpflicht für Kulturveranstaltungen ist außerdem ebenfalls vorbei.

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Bayern: Corona-Tests für alle und keine Maske mehr im Kinosessel

In Bayern kann sich ab Mittwoch jeder kostenlos auf Corona testen lassen. Zudem beschloss das Kabinett, dass die Maskenpflicht bei Kulturveranstaltungen aufgehoben wird. Der Ticker zur Pressekonferenz mit Ministerpräsident Söder zum Nachlesen.

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13.48 Uhr: Söder verteidigt deutsche Anti-Corona-Strategie

Ministerpräsident Söder weist den AfD-Vorwurf zurück, die Ausweitung der Corona-Tests diene nur dazu, die offiziellen Fallzahlen zu erhöhen. "Jede andere Strategie als die Strategie in Deutschland hat keine besseren Ergebnisse gebracht", sagte er. So ende die Strategie, Corona zu ignorieren, im "absoluten Desaster". Auch das schwedische Konzept, Infektionen in Kauf zu nehmen, könne nicht als erfolgreicher bewertet werden.

13.40 Uhr: Test-Ergebnis befreit nicht von Masken-Pflicht

Wer ein negatives Testergebnis hat, muss laut Söder trotzdem einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Denn man hätte sich ja auch nach dem Test angesteckt haben können.

13.28 Uhr: Ministerium plant Liste mit Ärzten

Sollten nicht alle Hausärzte die Tests für jedermann anbieten, wird laut Gesundheitsministerin Huml eine Liste mit Ärztinnen und Ärzten angelegt, an die sich Bürger wenden können. Dafür wolle man aber zunächst abwarten, wie das neue Testkonzept anlaufe, sagte die Ministerin. Laut ihr handelt es sich bei den kostenlosen Tests auch ohne Symptome um ein "Angebot für die bayerische Bevölkerung", nicht für "sämtliche Bundesbürger" oder Touristen.

13.24 Uhr: Huml hofft auf "Zufallfstreffer"

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) betont, dass bei den Corona-Tests weiterhin Menschen mit Symptomen und deren Kontaktpersonen Priorität haben werden. Aber man wolle auch Menschen ein Angebot machen, die möglicherweise verunsichert seien. "Wir wissen: Es sind immer nur Momentaufnahmen. Aber das ist bei allen Tests so." Trotzdem seien auch diese Momentaufnahmen nötig, um abschätzen zu können, "wo läuft denn gerade etwas". Huml rechnet damit, dass es durch die Tests auch Zufallstreffer geben wird.

13.20 Uhr: Zahl der Arbeitslosen wird wohl wachsen

Laut Wirtschaftsminister Aiwanger sind derzeit 26 Prozent der bayerischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Kurzarbeit, das seien rund 1,5 Millionen Menschen. Zudem rechnet Aiwanger damit, dass die Arbeitslosenzahlen im Freistaat weiter zunehmen. Aktuell gebe es im Freistaat rund 300.000 Arbeitslose.

13.17 Uhr: Aiwanger informiert über Überbrückungsgeld

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) rechnet damit, dass das Überbrückungsgeld des Bundes für Betriebe und Firmen im Juli zur Verfügung steht. Laut Aiwanger handelt es sich dabei um ein "vielversprechendes Programm" als Anschluss an die Soforthilfen.

Demnach richtet sich das Überbrückungsgeld an Betriebe, die im April und Mai 2020 vergleichen mit dem gleichen Zeitraum vor einem Jahr einen Umsatzeinbruch von 60 Prozent und mehr hatten. Diese Betriebe erhalten auf Antrag vom Bund für die Monate Juni, Juli und August bis zu 80 Prozent ihrer Fixkosten sowie zehn Prozent der Personalkosten erstattet. Aiwanger zufolge muss man das Überbrückungsgeld bis Ende August über den Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer beantragen.

13.15 Uhr: Studie zu Schulen und Kitas

Laut Ministerpräsident Söder soll eine breit angelegte Studie klären, wie sich die Wiedereröffnung von Schulen und Kitas auf das Infektionsgeschehen im Freistaat auswirkt. Demnach werden die sechs bayerischen Uni-Kliniken die Studie an rund 50 Standorten durchführen. Ergänzend soll es laut Söder auch eine größere Antikörpertest-Studie geben.

13.14 Uhr: Mehrfache Tests möglich

Bei den für die Bürger kostenlosen Tests gibt es dem Ministerpräsidenten zufolge "keine Begrenzung". Jeder könne sich also gegebenenfalls auch mehrfach testen lassen, sagte der Ministerpräsident. Es sei ein mutiges Testkonzept, "aber es ist der Zeit angemessen". Angesichts der Tatsache, dass mit einer zweiten Corona-Welle zu rechnen sei, sei es ganz entscheidend, ein Frühwarnsystem zu haben, betonte der CSU-Chef.

13.11 Uhr: Test-Kapazität wird erhöht

Bayern wird nach Angaben Söders die Kapazität perspektivisch auf 30.000 Tests pro Tag erhöhen. Die Kosten schätzt er für dieses Jahr auf zunächst rund 200 Millionen Euro. "Klar es kostet Geld", betonte er. Aber es gebe im Moment keine lohnendere Investition, als die Sicherheit zu erhöhen. "Deswegen ist es für alle besser."

13.05 Uhr: Söder betont Notwendigkeit von Tests

Ministerpräsident Söder hebt die Notwendigkeit von Corona-Tests hervor. "Wer dauerhaft mehr lockert, muss im Gegenzug auch mehr testen", betonte er. Tests seien ein Frühwarnsystem und dienten auch der Vorbeugung. Bayerns Strategie sei: "Schneller, kostenlos und für jedermann." Die Argumente gegen kostenlose Tests für alle wies Söder als nicht überzeugend zurück. Gerade nach dem Sommerurlaub sei ein kostenloser Corona-Test "ein sehr gutes Angebot für die Sicherheit".

13.02: Keine Maskenpflicht mehr bei Kulturveranstaltungen

Einzige neue Corona-Lockerung, die das Kabinett laut Söder heute beschlossen hat: Bei Kulturveranstaltungen müssen die Menschen auf ihrem Platz - ähnlich wie bei Gottesdiensten - keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen. Laut Staatskanzlei gilt die Änderung ab Mittwoch (1. Juli). Demnach gilt die Maskenpflicht für Besucher von Theatern, Konzerthäusern und Kinos nur noch, "solange sie sich nicht an ihrem Platz befinden".

13.00 Uhr: Söder sieht "wachsende Unsicherheit"

Bayerns Ministerpräsident Söder sieht eine wachsende Unsicherheit in der Bevölkerung wegen der Corona-Krise angesichts der Lockerungen. In vielen Ländern sei die zweite Corona-Welle bereits da, sagte Söder zu Beginn der Pressekonferenz. Auch in Deutschland sei die Situation "jederzeit entflammbar".

12.05 Uhr: Berlin will Bayerns Vorbild folgen, NRW nicht

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat zumindest mittelfristig kostenlose Corona-Tests für alle in Aussicht gestellt: "Ich glaube, wir werden auch sehr bald diesen bayerischen Weg einschlagen", sagte er in einem ntv-Interview. Müller hält es - wie sein bayerischer Amtskollege Söder - für möglich, dass weitere Länder diesem Beispiel nach und nach folgen werden.

In Nordrhein-Westfalen soll es laut Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) aber vorerst keine kostenlosen Tests für jedermann geben: "Ich will das nicht bewerten, was die bayerischen Kollegen machen", sagte Laschet. "Mir ist vor allem wichtig, dass wir es da, wo es brennt, verpflichtend machen." Andere Bundesländer hatten schon am Montag angekündigt, dem bayerischen Beispiel nicht folgen zu wollen.

10.45 Uhr: Söder weiterhin für Urlaub in Deutschland

Der bayerische Ministerpräsident bleibt weiter bei seiner Empfehlung, den Urlaub in diesem Jahr möglichst im eigenen Land zu verbringen. "Ich habe kein gutes Gefühl - auch ganz persönlich - bei großen Reisen ins Ausland", sagte er der "Augsburger Allgemeinen". Deutschland sei ein wunderschönes Land. "Man kann doch jetzt in diesem Jahr einfach mal erkunden, was unser Land zu bieten hat."

10.42 Uhr: Clubs bleiben länger geschlossen

Clubs und Diskotheken macht Söder keine Hoffnung auf eine Öffnung in nächster Zeit. Auf die Frage, wann man mal wieder in einem Club tanzen könne, sagte der Ministerpräsident in dem Interview: "Das dauert. Denn da ist die Ansteckungsgefahr einfach mit am höchsten." Er fügte hinzu: "Aber Sie können ja zum Beispiel zu Hause mit Ihrer Partnerin tanzen."

10.31 Uhr: Maskenpflicht bei Kulturveranstaltungen wird abgeschafft

Ähnlich wie auf der Kirchenbank soll auch im Theater- oder Kinosessel die Maskenpflicht abgeschafft werden - das will das Kabinett laut Söder heute beschließen. Beim Hinein- und Hinausgehen bleibe es bei der Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, sagte Söder der "Augsburger Allgemeinen". Wenn man aber auf dem Platz sitze, könne man die Kultur künftig "ohne Maske genießen". Zur Begründung sagte Söder: "Die Kulturveranstaltungen laufen sehr seriös und sehr gut."

10.27 Uhr: Maskenpflicht in Supermärkten und Bahnen bleibt

An der Maskenpflicht unter anderem in Geschäften, Museen und öffentlichen Verkehrsmitteln hält Bayern laut Söder weiter fest. "Es ist ja das tragische an der Entwicklung: Wir sind in einer so hochtechnologischen Welt, aber im Moment bleibt nichts anderes übrig, diese relativ einfachen Maßnahmen zu machen, die aber eben wirken", sagte er im Interview. Durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes werde die Infektionsgefahr drastisch reduziert. "Wenn wir das bisschen an Möglichkeiten nicht nutzen, dann sind wir ehrlich gesagt selber schuld."

10.20 Uhr: "Das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung ernst nehmen"

Der Ministerpräsident bleibt in der Corona-Krise dabei, die Beschränkungen nur schrittweise und vorsichtig zurückzunehmen. Söder mahnte in der "Augsburger Allgemeinen", die Politik müsse auch das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung ernst nehmen. Es gebe Umfragen zufolge eine wachsende Zahl von Menschen, die gegen zu schnelle Lockerungen sei. "Wir sollten nicht nur denen, die ständig rufen nach Erleichterungen, eine Stimme geben im öffentlichen Raum - sondern auch den vielen, vielen besorgten und vorsichtigen Menschen", sagte er.

10.15 Uhr: Söder erwartet Massentests auch in anderen Bundesländern

Zwar hatten am Montag mehrere Bundesländer kostenlose Massentests für alle abgelehnt. Dennoch rechnet Söder damit, dass andere Länder dem Vorstoß Bayerns bald folgen werden: "Ich glaube schon, dass es eine Wirkung hat auch weit über Bayern hinaus." Der CSU-Chef verwies in dem Interview darauf, dass andere Länder dem Vorbild des Freistaats beispielsweise auch bei den Schulschließungen und Kontaktbeschränkungen nach anfänglicher Kritik gefolgt seien.

10.12 Uhr: Kein Verständnis für Kritik an Bayerns Vorstoß

Ministerpräsident Söder zeigte sich verwundert über die Kritik einiger Politiker an der Ankündigung der Staatsregierung, dass sich alle Bürger des Freistaats kostenlos auch ohne Symptome auf das neuartige Coronavirus testen lassen können. Testen sei die "einzige ernsthafte medizinische Leistung, die der Staat an dieser Stelle erbringen kann, und ich möchte das unseren Bürgerinnen und Bürgern eigentlich nicht vorenthalten", sagte er der "Augsburger Allgemeinen". Dieses freiwillige Angebot sei für die Menschen ein wichtiges Signal.

Unter anderen hatte auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Alleingang des Freistaats kritisiert: "Einfach nur viel testen klingt gut, ist aber ohne systematisches Vorgehen nicht zielführend."

10.05 Uhr: Kabinett berät über kostenlose Tests für alle

Unter der Leitung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) berät das bayerische Kabinett wieder über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Der Ministerrat will dabei nach BR-Informationen unter anderem die Details der Corona-Teststrategie im Freistaat beschließen. Dazu zählen auch vorbeugende und kostenlose Corona-Tests für jeden, die laut Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) von Mittwoch an möglich sein sollen.

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