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Minister vor Schulstart optimistisch - Lehrerverband skeptisch | BR24

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Vor dem Schulstart in Bayern glaubt Kultusminister Michael Piazolo an eine ausreichende Unterrichtsversorgung.

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Minister vor Schulstart optimistisch - Lehrerverband skeptisch

Vor dem Schulstart in Bayern glaubt Kultusminister Piazolo an eine ausreichende Unterrichtsversorgung. Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband schlägt dagegen Alarm. Der Ticker zum Nachlesen.

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Von
  • Petr Jerabek
  • Jürgen P. Lang

11.40 Uhr: "Beste Bildung braucht beste Lehrer"

Zentral für den Bildungserfolg ist laut Fleischmann die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler. "Beste Bildung braucht beste Lehrer", betonte sie. Bei einem Distanzunterricht leide diese Beziehung zwar, die Lehrer seien aber digitalen Angeboten gegenüber aufgeschlossen.

11.37 Uhr: BLLV: Versorgung mit Geräten sehr unterschiedlich

Nach Angaben der BLLV-Präsidentin wird es am Dienstag keinesfalls eine hundertprozentige Versorgung der Schulen mit Laptops oder Tablets geben. Auch die von Piazolo "angedeuteten Geräte" seien keine hundertprozentige Versorgung. Die Situation an den einzelnen Schulen werde sehr unterschiedlich sein.

11.35 Uhr: Fleischmann sieht etwas mehr Ehrlichkeit bei Piazolo

Nach Einschätzung der Verbandspräsidentin war Kultusminister Piazolo dieses Mal zum Start des Schuljahres ehrlicher als beispielsweise im vergangenen Jahr. Erstmals habe ein Kultusminister nicht behauptet, dass bei der Lehrerversorgung alles hervorragend sei.

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BLLV-Präsidentin Fleischmann dämpft Erwartungen, dass es im neuen Schuljahr eine ausreichende Unterrichtsversorgung geben wird: "Wir werden kein normales Schuljahr haben", betonte sie im BR-Interview mit Achim Wendler.

11.32 Uhr: Viele offene Fragen zum Distanzunterricht

Fleischmann verweist darauf, dass der Distanzunterricht für Lehrer ein völliges Neuland sei. "Das haben wir nicht gelernt." Es gebe da auch noch viele offene Fragen - zum Beispiel wie eine Teilnahme am Distanzunterricht durchgesetzt werden könne und wie Leistungsnachweise dann durchgeführt werden könnten.

11.25 Uhr: Fleischmann: "Wir werden kein normales Schuljahr haben"

BLLV-Präsidentin Fleischmann dämpft Erwartungen, dass es im neuen Schuljahr eine ausreichende Unterrichtsversorgung geben wird: "Wir werden kein normales Schuljahr haben", betonte sie im BR-Interview. "Es sind Löcher zu stopfen, es wird Unterricht ausfallen." Es fehlten ohnehin Lehrer, die Corona-Pandemie sei noch eine zusätzliche Herausforderung.

11.20 Uhr: Piazolo weist Kritik zurück

Piazolo wies die Kritik zurück, die rund 800 neuen sogenannten Teamlehrkräfte in Bayern seien angesichts der vielen Lehrer aus Risikogruppen nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Teamlehrkräfte seien nicht dafür gedacht, Lehrer aus Risikogruppen eins zu eines zu ersetzen, betonte der Minister. Und die Lehrer aus Risikogruppen könnten die Lehrer im Präsenzunterricht auf vielfältige Weise unterstützen.

11.15 Uhr: Corona ein Thema für Schulen

Mit Blick auf Verschwörungsmythen sagte Piazolo, Corona sei selbstverständlich auch ein Thema für den Unterricht. Er halte es für sehr wichtig zum Beispiel auch die Corona-Demos zum Thema zu machen.

11.05 Uhr: Minister ruft zu Optimismus auf

Kultusminister Piazolo rief zum Start des neuen Schuljahrs zu Optimismus auf. Schule könne nur funktionieren, wenn man sich auf sie freue. Sei Schule nur mit Sorgen verbunden, könne man nicht befreit lernen.

11.00 Uhr: Fortschritte bei Digitalisierung

Die Corona-Krise hat der Digitalisierung der Schulen laut Piazolo weiteren Schwung gegeben. Es sei aber auch deutlich geworden, wo noch Handlungsbedarf bestehe. Die Zahl der Leihgräte für Schüler sei deutlich erhöht worden, Lehrer seien fortgebildet worden.

10.55 Uhr: Distanzunterricht laut Piazolo für Schüler verbindlich

Distanzunterricht solle erst ab Stufe drei geben, also einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50, erläuterte der Minister. Aber auch bei der Schließungen von einzelnen Klassen oder Schulen könnten Schüler digital unterrichtet werden.

Grundsätzlich gelte: Distanzunterricht solle verbindlich, verlässlich und mit möglichst viel direktem Kontakt sein. Er sei für Schüler also kein freiwilliges Angebot, sondern sie müssten aktiv teilnehmen. Der Distanzunterricht solle sich am Stundenplan des Präsenzunterrichts orientieren. Auch Leistungsnachweise seien möglich.

10.50 Uhr: "Alle Lehrkräfte im Dienst"

Piazolo verwies darauf, dass auch in Corona-Zeiten alle Lehrkräfte grundsätzlich im Dienst seien. Das gelte auch für Lehrer, die zu Risikogruppen gehören. Sie müssten nicht unterrichten, könnten aber beispielsweise Korrektur-und Verwaltungsarbeiten übernehmen und so die Lehrer im Präsenzunterricht entlasten.

10.45 Uhr: Zahlenverhältnis Schüler-Lehrer "besser"

Nach Angaben des Ministers ist das Verhältnis von Schülern und Lehrern "rein zahlenmäßig" im neuen Schuljahr besser als im vergangenen.

10.42 Uhr: "Kranke Kinder gehören nicht in die Schule"

Piazolo appellierte an die Eltern, erkältete Kinder im Zweifel lieber zu Hause zu lassen und zum Arzt zu gehen. "Kranke Kinder gehören nicht in die Schule." Bei Fieber und Husten gelte grundsätzlich: kein Schulbesuch. Dies sei im neuen Hygieneplan des Ministeriums geregelt. Grundschulkinder dürften bei leichten Erkältungssymptomen den Unterricht besuchen.

10.38 Uhr: Piazolo erläutert Maskenpflicht

Kultusminister Piazolo erläutert noch einmal die beschlossene Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen in den ersten zwei Wochen. Ziel sei ein guter Start in den Regelbetrieb unter Hygieneauflagen - gerade vor dem Hintergrund des Infektionsrisikos durch Reiserückkehrer. Jenseits des Klassenzimmers gelte für alle eine Maskenpflicht auf dem Schulgelände.

10.29 Uhr: Fleischmann: Schuljahr mit zwei Krisen

BLLV-Präsidentin Fleischmann forderte kurz vor Beginn der Pressekonferenz im BR-Interview von Piazolo Ehrlichkeit. "Wir starten in ein Schuljahr mit zwei Krisen." Neben Corona gebe des den Lehrermangel. Sie verlange vom Minister, die Karten auf den Tisch zu legen.

10.05 Uhr: Kritik des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands

Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) kritisierte anlässlich der PK die bayerische Staatsregierung. "Die politisch Verantwortlichen reden den eklatanten Lehrermangel schön", beklagte BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann. "Sie erwecken den Eindruck, die riesigen Löcher in der personellen Versorgung könnten mit immer neuen Notmaßnahmen gestopft werden." Das sei unglaubwürdig, unprofessionell, nicht nachhaltig und erschüttere das Vertrauen der Lehrer und Eltern in die Bildungspolitik.

Fleischmann forderte ein Ende von Show und Schönfärberei. Es gebe ohnehin einen Lehrermangel, jetzt müssten wegen Corona auch noch unzählige Hygienemaßnahmen umgesetzt werden. Die Grenze des Machbaren sei längst überschritten. Es brauche daher eine ehrliche Politik und "Rückendeckung für die Entscheidungen der Schulen vor Ort nach dem Prinzip: regional, eigenverantwortlich, flexibel".

9.57 Uhr: Vorgehen bei Erkältungssymptomen

Das Kultusministerium veröffentlichte bereits einen neuen Rahmen-Hygieneplan für die Schulen. Darin sind unter anderem Regeln für die Reinigung, Raum-Lüftung, die persönliche Hygiene und den Abstand zwischen Schülern festgelegt, aber auch das Vorgehen bei Erkältungssymptomen. Demnach dürfen Schüler ab Klasse 5 bei leichtem Schnupfen oder gelegentlichem Husten erst in die Schule, wenn sie 24 Stunden nach Auftreten der Symptome kein Fieber bekommen haben. Schwerer erkrankte Kinder mit Fieber, Husten, Hals- oder Ohrenschmerzen, starken Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall müssen auf jeden Fall zu Hause bleiben.

Grundschüler dürfen trotz milder Krankheitszeichen weiterhin in die Schule. Bei schwereren Erkrankungen müssen jedoch auch die Kleinsten zu Hause bleiben - und zwar so lange, bis sie nur noch leichte Symptome haben und mindestens 36 Stunden fieberfrei sind.

9.50 Uhr: Drei-Stufen-Plan für die Schulen

Das neue Konzept für das Schuljahr 2020/21 sieht einen Drei-Stufen-Plan vor: Entscheidend für mögliche Einschränkungen im Schulalltag ist das Infektionsgeschehen im jeweiligen Landkreis oder der kreisfreien Stadt. Stufe eins: Bis zu einem Wert von 35 neuen Infektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen ist ein Regelbetrieb unter Hygieneauflagen geplant. Stufe zwei greift ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35, dann gilt an weiterführenden Schulen auch im Unterricht eine Maskenpflicht. Ab dem Grenzwert von 50 werden Klassen geteilt und es gibt wieder einen Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht für die Gruppen. Im Unterricht gilt dann verpflichtend eine Maskenpflicht, auch für Grundschüler.

9.42 Uhr: Maskenpflicht im Unterricht in den ersten zwei Wochen

Die Rahmenbedingungen für die Rückkehr zum Präsenzunterricht für alle Schüler trotz Corona wurden bereits am Montag bei einem Bildungsgipfel abgesteckt und am Dienstag vom bayerischen Kabinett beschlossen. Geplant ist ein "Regelbetrieb mit umfassendem Hygienekonzept". An den weiterführenden Schulen müssen Schüler und Lehrer in den ersten beiden Wochen auch im Unterricht eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Danach soll es eine Maskenpflicht am Sitzplatz im Klassenzimmer nur regional geben, wenn die die Infektionszahlen in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt über bestimmte Grenzwerte steigen. Auf dem Schulhof, auf den Gängen und Toiletten gilt grundsätzlich eine Maskenpflicht für alle.

9.30 Uhr: Piazolo informiert über Unterrichtsbetrieb

Der bayerische Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) informiert heute ab 10.30 Uhr bei einer Pressekonferenz über das neue Schuljahr, das am Dienstag beginnt. Nach Angaben des Kultusministeriums soll es dabei um den "Unterrichtsbetrieb, Schwerpunkte und Neuerungen an den bayerischen Schulen" gehen.

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