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BR24Live - jetzt red i: Der hohe Preis des Billigfleischs

Kaum eine Branche in der Landwirtschaft wurde so auf Effektivität getrimmt wie die Schweinezucht. Die Nachfrage auf dem Weltmarkt bestimmt den Preis. Wie gut ist das für die Tiere? Und für die Verbraucher? Die Debatte bei jetzt red i - live bei BR24.

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Glückliche Schweine, die sich im Matsch suhlen und über grüne Wiesen tollen – mit dieser Idylle wird der Verbraucher am Kühlregal umworben. Doch die Realität hat damit nur wenig zu tun: Kaum eine Branche in der Landwirtschaft wurde so auf Effektivität getrimmt wie die Schweinezucht. Der Preis wird durch die Nachfrage auf dem Weltmarkt bestimmt. Gezüchtet und geschlachtet wird deshalb unter großem Kostendruck – wie es jüngst die Corona-Ausbrüche beim Marktführer Tönnies offengelegt haben. Allen Gütesiegeln, die die Politik in den letzten Jahren ausgelobt hat, zum Trotz: Das Tierwohl bleibt hierbei oft auf der Strecke.

Darf's nicht doch ein bisserl mehr sein?

Aber auch wir Verbraucher sind schuld. 34 Kilo Schweinefleisch isst jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr - und das soll möglichst billig sein. Das Motto "Geiz ist geil" gilt für viele auch im Supermarkt. Kaum einer gibt im europäischen Vergleich so wenig Geld für Lebensmittel aus wie wir Deutschen. Auch deshalb bringt den Landwirten ein Kilo Schweinefleisch momentan nur knapp 1,30 Euro. Der Bio-Anteil bei Schweinefleisch liegt gerade einmal bei einem Prozent.

Dieses Billigfleisch-System setzt Züchter und Mäster unter Druck, stets weiterzuwachsen. Immer weniger Betriebe produzieren immer mehr Schweine. So auch im Landkreis Landshut. Hier gibt es rund 240.000 Schweinemastplätze – dies entspricht einer Steigerung von mehr als 350 % in den vergangenen 15 Jahren. Das hat Folgen nicht nur für die Tiere, sondern auch für die Umwelt: Durch die vielen Schweine entsteht so viel Gülle, dass die Felder überdüngt sind und das Grundwasser mit zu viel Nitrat belastet wird.

Über diese und andere Fragen diskutieren bei "jetzt red i" Bürgerinnen und Bürger live mit der bayerischen Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) und Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzender von Bündnis90/Die Grünen im Bayerischen Landtag.

Diskutieren Sie mit...

Was muss sich ändern, damit die Bauern gerechte Preise erzielen können? Was kann die Politik tun, um das Wohl der Tiere zu verbessern? Welche Verantwortung haben wir Verbraucher?

Sie können sich jederzeit online an der Diskussion beteiligen: Schreiben Sie uns Ihre Meinung als Kommentar hier auf unserer Homepage oder als E-Mail an jetztredi@br.de. Oder diskutieren Sie mit in den sozialen Medien. Immer her mit Ihren Kommentaren, Fragen, Wünschen und Beschwerden!

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