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BR24Live: Söder im Interview zu Corona-Maßnahmen

Steigende Corona-Zahlen führen in mehreren Städten und Landkreisen zu stärkeren Einschränkungen, die Debatte über Schutzmaßnahmen ist neu aufgeflammt. In einem BR extra nimmt Bayerns Regierungschef Söder dazu Stellung. Ab 19 Uhr hier im Livestream.

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Die Liste der Städte und Landkreise in Deutschland, die die Corona-Obergrenze gerissen haben wird immer länger. Insbesondere in vielen Großstädten spitzt sich die Lage zu: Nach Berlin, Köln, Frankfurt am Main, Bremen, Essen, Stuttgart hat nun auch München wieder den Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) wieder überschritten. Nach wie vor gehen einzelne Bundesländer im Kampf gegen Corona aber sehr unterschiedlich vor, die Debatte über die richtigen Schutzmaßnahmen hat wieder stark Fahrt aufgenommen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht dringenden Handlungsbedarf - sonst droht seiner Meinung nach ein zweiter Lockdown. In einem BR extra stellt sich Söder am Abend 30 Minuten lang den Fragen von BR-Chefredakteur Cristian Nitsche. Droht im Freistaat nun die befürchtete zweite Corona-Welle? Worauf müssen sich die Bürgerinnen und Bürger in den nächsten Wochen und Monaten einstellen? Sind die bisherigen Maßnahmen der Regierung angemessen?

BR24 zeigt das Livegespräch ab 19 Uhr im Livestream.

Politik berät über Corona-Maßnahmen

Am Dienstag befasst sich einmal mehr das bayerische Kabinett mit der Pandemie. Als Gast wird laut Ministerpräsident Söder dabei der Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Gerald Haug, erwartet.

Am Mittwoch wollen die Ministerpräsidenten der Länder wieder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über Maßnahmen in der Corona-Pandemie beraten. Ministerpräsident Söder mahnte in den vergangenen Tagen mehrfach bundesweit einheitliche und verständliche Regeln für alle an. "Dazu gehören: mehr Maske, weniger Alkohol und kleinere Partys. Und ein einheitliches Bußgeld von 250 Euro für Maskenverweigerer", schrieb er am Wochenende auf Twitter.

Debatte über Beherbergungsverbot

Vergangene Woche hatten die Chefs der Staatskanzleien mehrheitlich ein Beherbergungsverbot für Gäste aus inländischen Corona-Hotspots mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 oder mehr beschlossen - allerdings lehnen mehrere Bundesländer eine solche Regelung ab. In Bayern dürfen seit mehreren Tagen Reisende aus mehreren "inländischen Risikogebieten", die das bayerische Gesundheitsministerium benennt, nur mit einem aktuellen negativen Corona-Test in einem Hotel, einer Pension oder Ferienwohnung einchecken.

Dieses Beherbergungsverbot ist allerdings umstritten. Kritik an der Maßnahme kam unter anderem von manchen Medizinern, Wirtschaftsverbänden und mehreren Politikern. Söder verteidigte die Regelung am Sonntagabend in den ARD-"Tagesthemen": "Das Beherberungsverbot heißt ja nichts anders, als dass es eine Testpflicht gibt." Es sei eine Sicherheits- und Notmaßnahme, für die kommenden Wochen seien aber noch "deutlichere Regeln" nötig. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) kündigte dagegen an, dass die Beherbergungsverbote bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch noch einmal beraten werden sollen.

💡 Was bedeutet Sieben-Tage-Inzidenz?

Die Sieben-Tage-Inzidenz zeigt an, wie viele Menschen in einer Stadt oder einem Landkreis in einem Zeitraum von sieben Tagen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Um den Wert vergleichbar zu machen, wird er pro 100.000 Einwohner angegeben. Berechnet wird er ganz einfach: Man addiert die täglich gemeldeten Neuinfektionen der vorangegangenen sieben Tage, teilt die Summe durch die Einwohnerzahl von Stadt oder Landkreis und multipliziert dies mit 100.000. Im Mai haben Bund und Länder die Sieben-Tage-Inzidenz als Richtwert für lokale Corona-Maßnahmen festgelegt.

In Bayern gibt es einen Frühwarnwert: Ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen sollten Städte und Gemeinden Maßnahmen zur Eindämmung überprüfen. Ab dem bundesweiten Grenzwert von 50 Neuinfektionen sollten Lockerungen zurückgenommen werden. (BR24)

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