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THW schaufelt auf der A9 bei Rudolphstein (Lkr. Hof) einen Lkw frei

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Heftige Schneefälle - die Lage in Bayern

In Teilen Bayerns hat es heute Nacht kräftige Schneefälle gegeben. Besonders betroffen waren Ober- und Unterfranken. In mehreren Städten und Kreisen fällt der Präsenzunterricht aus.

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Von
  • BR24 Redaktion

Nach heftigen Schneefällen am Wochenende in vielen Teilen Deutschlands hat der Wintereinbruch in der Nacht zum Montag auch Nordbayern erreicht. Teils hat es heftig geschneit. In Oberfranken kam es zu Verkehrsbehinderungen und mindestens 32 Unfällen. Personen wurden dabei nicht verletzt, teilte die Polizei heute mit.

Die Steigungen und Gefällstrecken entlang der A9 und A72 in den Landkreisen Bayreuth und Hof waren besonders betroffen. Immer wieder blieben Sattelzüge und Lastwagen an den schneeglatten Steigungen hängen und behinderten dadurch den Verkehr. Die Räum- und Streudienste der Autobahnmeistereien mussten die betroffenen Autobahnen abschnittsweise räumen. Einsatzfahrzeuge des THW unterstützten durch Abschleppen der festgefahrenen Lkw. 

Innerstädtischer Busverkehr in Würzburg eingestellt

In Unterfranken sind in der Nacht bis zu 25 Zentimeter Neuschnee gefallen. Dennoch kam es laut Polizeipräsidium Unterfranken bislang nur zu zwei kleinen Unfällen. Außerdem hingen mehrere LKW fest. In Würzburg wurde der innerstädtische Busverkehr wegen der winterlichen Straßenverhältnisse bis auf Weiteres eingestellt. Die Straßenbahnen verkehren planmäßig.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte bereits am Sonntag vor gebietsweise bis zu 25 Zentimeter Neuschnee innerhalb von zwölf Stunden. Betroffen seien vor allem Ober- und Unterfranken. Bisher gab es laut DWD für die Region meist mäßigen Schneefall mit fünf bis 15 Zentimetern Neuschnee. Im Laufe des Montags sollen die Schneefälle dann nachlassen. In Oberfranken seien zum Wochenbeginn bis zu minus neun Grad möglich.

Unterrichtsausfälle in Nordbayern

In Stadt und Landkreis Schweinfurt, in Stadt und Landkreis Würzburg sowie im Landkreis Bad Kissingen fallen am Montag vorsichtshalber der Päsenzunterricht für die Abschlussklassen und die Notbetreuung aus. Der Distanzunterricht findet aber statt. Im Landkreis Rhön-Grabfeld gibt es ebenfalls keinen Präsenzunterricht für die Abschlussklassen und zudem keine Notbetreuung - der Distanzunterricht findet aber auch hier statt. Das gilt auch für den Landkreis Main-Spessart und den Landkreis Kitzingen, ebenso für Bamberg Stadt und Land sowie für den Landkreis Kulmbach, wie auf dem Meldeportal des Bayerischen Kultusministeriums am Sonntag zu lesen war. Ob weitere Städte und Landkreise nachziehen, war zunächst unklar.

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In Teilen Bayerns hat es heute Nacht kräftig geschneit. Besonders betroffen waren Ober- und Unterfranken.

Schneefall lässt im Laufe des Montags nach

Im Laufe des Montags soll sich die Lage laut dem BR-Wetterexperten Michael Sachweh beruhigen und die Schneefälle nachlassen. Die Kaltluft habe dann den größten Teil Bayerns fest im Griff, so Sachweh. Einzig an den Alpen könnte es der zurückgedrängten milden Luftmasse gelingen, wieder ein wenig zurückzuschwappen und dem bayerischen Alpenrand neuerliche Plustemperaturen zu bescheren.

"Rostiger Schnee" durch Sahara-Staub am Wochenende

Ein Wetterphänomen sorgte am Wochenende in Teilen Bayerns für einen gelb-rötlichen Himmel. Grund war das Tiefdruckgebiet über Südwesteuropa, wie ein Sprecher des DWDs erläuterte. Die entstandenen Winde hätten Sahara-Staub aus der Wüste über das Mittelmeer direkt nach Deutschland transportiert.

In der Hohen Rhön, am Rundwanderweg Schornhecke, wunderten sich am Sonntag so einige Wanderer und Langläufer über das extrem seltene Naturereignis. "Rostiger Schnee, das sieht völlig verrückt aus", äußerten sich die Menschen vor Ort gegenüber dem BR.

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