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Bartgeier Wally und Bavaria

Bildrechte: picture alliance/dpa | Peter Kneffel
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BR24 Drangeblieben: Was ist aus den Bartgeiern geworden?

Vor einem Jahr startete in Berchtesgaden ein Artenschutzprojekt: Die Auswilderung von zwei Bartgeiern mit den Namen "Bavaria" und "Wally". Was ist aus den beiden geworden und wie haben sie sich entwickelt? Die Verantwortlichen zeigen sich zufrieden.

Von
Gabriel WirthGabriel Wirth
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Ein bisschen ist es wie mit der Kindererziehung. Kaum ist das eine aus dem Gröbsten raus, macht einem ein anderes Sorgen. So blieb das Bartgeierweibchen Wally nach seinem Flugbeginn weitgehend im Nationalpark Berchtesgaden, rund um Watzmann und Königssee. Doch dann begann Wally eine größere Reise Richtung Zugspitze und nun ist auch noch das GPS-Signal weg. Seither fragt sich der Biologe und Bartgeierexperte, Toni Wegscheider, wo Wally ist und was passiert ist.

Bavaria ist wieder im Berchtesgadener Land

Erste Suchaktionen nach dem Sender sind fehlgeschlagen. In den kommenden Tagen sollen weitere folgen. Dafür ist die junge Bartgeierdame Bavaria nun wieder ins Berchtesgadener Land zurückgekehrt, nach einem längeren Ausflug bis nach Wien. Der Leiter des Nationalparkzentrums Haus der Berge, Ulrich Brendel, erklärte, dass sie damit gerechnet hätte, dass die Vögel den Nationalpark verlassen. Sorgen müsse man sich erst machen, wenn die beiden Vögel dageblieben wären

Auswilderungsprojekt erfolgreich verlaufen

Auch wenn unklar ist, wo Wally ist, so sprechen die Verantwortlichen vom Landesbund für Vogelschutz LBV und vom Nationalpark von einem erfolgreichen Projekt. Toni Wegscheider vom Landesbund für Vogelschutz zeigte sich sehr zufrieden, weil die Geier genau das gemacht hätten, was die Projektleiter erwartet hätten. Die Geier hätten sich gut entwickelt, die Alpen kennengelernt und genügend Nahrung gefunden.

Nächste Auswilderung steht an

Und die nächste Auswilderung von zwei jungen Bartgeiern steht schon an, Anfang des nächsten Monats, wieder im Nationalpark und zwar genau an der gleichen Stelle am Anfang des Klausbachtals. Die Nische sei perfekt, so Brendel, trotz der etwas schwierigen Nachbarn. Denn im Klausbachtal leben auch Steinadler und die müssen damit zurechtkommen, dass sie nicht mehr die größten Vögel sind und damit die Alleinherrscher im Luftraum. Mit der Spannweite von rund drei Metern können die Bartgeier sehr beeindrucken, wenn sie am Himmel ihre Kreise ziehen.

Jungvögel können über Webcams beobachtet werden

Nach der Auswilderung Anfang Juni sind die beiden Jungvögel übrigens wieder gut zu beobachten, auf der Internetseite des LBV, denn in der Auswilderungsnische im Klausbachtal sind entsprechende Webcams angebracht.

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