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Live auf BR24: Spitzenkandidaten stellen sich Bürgerfragen
© Ulrike Müller MdEP, James Zabel, picture alliance/ZUMA Press/Sachelle Babbar, Die Linke Kreisverband Nürnberger Land
© Ulrike Müller MdEP, James Zabel, picture alliance/ZUMA Press/Sachelle Babbar, Die Linke Kreisverband Nürnberger Land

Live auf BR24: Spitzenkandidaten stellen sich Bürgerfragen

Zwischen 40 Parteien können sich bayerische Wähler am 26. Mai bei der Europawahl entscheiden - und viele haben sich noch nicht abschließend festgelegt. Laut dem aktuellen BR-BayernTrend hält es gut jeder Vierte (27 Prozent) für möglich, dass sich seine gegenwärtigen Parteipräferenz bis zur Wahl noch ändern könnte.

Die Kandidaten von sieben großen Parteien können die Wähler jetzt in zwei BR Wahlarenen etwas besser kennenlernen. Den Anfang machen am Mittwoch in Passau Ulrike Müller (Freie Wähler), Phil Hackemann (FDP), Bernhard Zimniok (AfD) und Kathrin Flach Gomez (Die Linke).

Live im Fernsehen, Hörfunk und Internet

Ab 20.15 Uhr diskutieren rund 100 Bürger im BR Fernsehen mit den vier Politikern. Welche Themen bewegen sie am meisten? Welche Partei gibt ihnen welche Antworten? Was erwarten die Menschen in Bayern von der Politik? Was haben die Parteien in den letzten fünf Jahren im Europaparlament erreicht?

Die Live-Sendung, die BR-Chefredakteur Christian Nitsche moderiert, wird auch im Hörfunk auf B5 aktuell übertragen sowie hier auf BR24 und auf www.facebook.de/BR24 im Stream gezeigt.

Fragen aus dem Netz

Im Anschluss an die Fernsehsendung geht die Wahlarena online auf BR24 und auf facebook.de/BR24 in die Verlängerung: Eine halbe Stunde lang stellt Moderatorin Franziska Eder den vier bayerischen Spitzenkandidaten Fragen aus dem Netz.

Ihre Fragen können Zuschauer hier auf BR24, per Mail (unter wahlarena@br.de) oder über Facebook und Twitter stellen - unter dem Hashtag #BRWahlarena.

Differenzen bei der Flüchtlingspolitik

Vor allem zwischen Zimniok und Flach Gomez dürften sich deutliche programmatische Unterschiede zeigen. Der AfD-Mann, der bisher vor allem als Islam-Kritiker auf sich aufmerksam machte, trat nach eigenem Bekunden wegen der "höchst besorgniserregenden" Migrationspolitik in seine Partei ein. Er fürchtet, dass Deutschland schon bald auf der Liste der aussterbenden Nationen stehen könnte, fordert mehr deutsches Selbstbewusstsein und eine Rückkehr zu nationalen Sicherheitsinteressen.

Dagegen verlangt Flach Gomez von der Linken ein soziales und solidarisches Europa. Sie macht sich für ein Ende der "Abschottungspolitik der EU" stark, für eine humane Migrationspolitik und eine Entkriminalisierung der Seenotrettung. Besonders im Blick hat die Fränkin die Sozial- und Umweltpolitik: Ein "Weiter so" bei der Ausbeutung von Mensch und Umwelt durch Konzerne innerhalb des kapitalistischen Systems dürfe es nicht geben.

Große und kleine Probleme

Zwischen diesen Positionen liegt Ulrike Müller von den Freien Wählern, die im Gegensatz zu ihren Kontrahenten in der Wahlarena dem Europarlament schon angehört. Sie fordert eine europaweite, starke Sicherheitspolitik und eine gemeinschaftliche Lösung der Migrationsfrage. Vor allem aber stehen für Müller als Freie-Wähler-Politikerin auch auf europäischer Ebene regionale Sorgen und Probleme im Fokus. Zugleich macht sie sich für mehr Beteiligungsmöglichkeiten der Bürger stark und setzt sich in Europa für die bayerische Landwirtschaft ein.

Dagegen beklagt Phil Hackemann von der FDP, dass sich die EU viel zu lang mit den "kleinen Dingen" beschäftigt habe. Es sei nun aber an der Zeit, auch die großen Probleme anzugehen: Einwanderungspolitik, Klimapolitik oder Außen- und Verteidigungspolitik. "Wir müssen da den Bürgern zeigen, dass Europa Probleme lösen kann", sagt Hackemann.

Zweite Wahlarena mit CSU, SPD und Grünen

In der zweiten Wahlarena in einer Woche (22. Mai) in Bamberg stellen sich CSU-Vize Angelika Niebler sowie die bayerischen Spitzenkandidaten von SPD und Grünen, Maria Noichl und Henrike Hahn, den Fragen von Bürgern.