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Der bisherige BR-Journalist Holger Kiesel ist seit heute der neue Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung.
© Max Hofstetter
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Der bisherige BR-Journalist Holger Kiesel ist seit heute der neue Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung.

Es gibt mittlerweile immer mehr, was Menschen mit Behinderung und Nicht-Behinderte zusammen machen. Zum Beispiel gibt es gerade auch Skikurse, die Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam absolvieren. Ein Weg, den Holger Kiesel noch mehr stärken will. Holger Kiesel stammt aus Straubing. Er war bisher Journalist beim Bayerischen Rundfunk und ist seit heute der neue Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung. Und er will sich vor allem um die Felder Arbeit und Wohnen kümmern.

"Weil ich der Meinung bin, dass es noch sehr viel mehr Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt geben sollte und könnte, weil es Menschen mit Behinderung gibt, die ganz viel Potenziale und Talent mitbringen, die sie aber nicht umsetzen können. Beim Thema Wohnen würde ich mir einfach wünschen, dass mehr Menschen mit Behinderung gemeinsam mit Menschen ohne Behinderung wohnen können, ohne dass man Leute viele Kilometer irgendwohin fahren muss." Holger Kiesel, Behindertenabeauftragter

Behinderung müsste Teil des Alltags werden

Kiesel ist selbst seit Geburt an wegen eines Sauerstoffmangels spastisch gelähmt. Seiner Ansicht nach müsse sich der Umgang zwischen Nicht-Behinderten und Menschen mit Behinderung durch den ganzen Alltag ziehen: "Menschen mit und ohne Behinderung - ohne dass viel getan werden muss in der Schule, im Kindergarten, in der Arbeit, in der Freizeit - zusammenzubringen, dass einfach für möglichst viele Menschen Behinderung ein Teil ihres Alltags wird."

Berührungsängste so früh wie möglich abbauen

Vor allem will Holger Kiesel Berührungsängste abbauen. Und das, so sagt er, geht am besten so früh wie möglich: "Was ein Kind im Kindergarten oder in der Schule schon als normal empfindet und mitbekommt, da wird es auch keine Berührungsängste geben vermutlich. Je später man damit anfangen muss, desto schwieriger wird es."