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© BR / Lisa Hinder

Der Bayerische Landtag

Bei Umfragen sei er nach der Erfahrung im letzten Jahr zurückhaltend, erklärte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder. Schließlich seien die Umfragen vor der Wahl deutlich von dem späteren Ergebnis entfernt gewesen. Trotzdem spricht Söder von einem "Orientierungspunkt".

Und da zeigten die aktuellen Ergebnisse des BR-BayernTrends, dass man sich als CSU auf einem langen Weg, zurück zu den gewünschten Wahlergebnissen befinde. "Das wird kein Sprint sondern ein Marathon", so Söder.

Freudig reagierte der Ministerpräsident auf die persönlichen Umfragewerte und die Akzeptanz der Staatsregierung. "Der Weg ist richtig und wir müssen ihn jetzt konsequent und glaubwürdig fortsetzen."

Freie Wähler sehen Chance, noch bekannter zu werden

Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger zeigte sich sehr zufrieden, dass sich seine Partei stabilisiert habe - entgegen der Vorhersagen "nach dem Motto: regieren sei schwerer als Opposition". Er werde jetzt aber "nicht die Sektkorken knallen lassen", so Aiwanger, sondern weiter an der Bekanntheit seiner Partei arbeiten.

Den Aufschwung der Freien Wähler erklärt der bayerische Wirtschaftsminister genau so: "Die, die uns gekannt haben, haben uns immer geschätzt", so Aiwanger. "Jetzt sind wir eben bekannter und je bekannter wir werden, desto besser für uns."

Grüne wollen Schwung in die Europawahl mitnehmen

Die Grünen sehen sich in ihrem aktuellen Kurs bestätigt. Landeschef Eike Hallitzky sagte dem BR, "die Menschen wollen Parteien, die ihre Probleme lösen und sie wollen keine, die sich mit Dreck bewerfen."

Den "Schwung", wollen die Grünen nutzen um erfolgreich in die Europawahl zu gehen. Er sei Ergebnis harter Arbeit, so Hallitzky. Derzeit sei der Erfolg der Grünen vor allem der eigenen Kraft geschuldet.

Dass es für die Grünen besser sei, nicht zu regieren, wies der Landesvorsitzende zurück. "Wir hätten gerne Bayern mitgestaltet."

SPD zeigt sich offen für Kritik

SPD-Landtagsfraktionschef Horst Arnold möchte angesichts der anhaltend schlechten Ergebnisse nicht von einer Talfahrt sprechen: "Wir konsolidieren uns." Man habe möglicherweise falsche Themen gesetzt und werde die Kritik aufnehmen und mit den Menschen reden.

Mit Blick auf die Umfragewerte der Landesvorsitzenden Natascha Kohnen erklärte Arnold, dass in der Öffentlichkeit ausgetragene Streitigkeiten nicht immer gut seien. Jetzt müsse man durch "permanente, stetige, solide Arbeit" punkten.

AfD fordert mehr Zeit

Der Landesvorsitzende der AfD, Martin Sichert, will abwarten, wie die Arbeit der Landtagsfraktion tatsächlich bewertet wird. "Da sind zwei Monate noch viel zu kurz", so Sichert.

"Wenn eine Fraktion ganz neue eingetreten ist, in den Landtag, dann muss sie sich erst einmal organisatorisch Aufstellen. Das macht unsere Fraktion momentan sehr professionell, dem entsprechend glaube ich, dass die Ergebnisse sich deutlich nach oben verändern werden."

FDP sieht sich unterbewertet

Der FDP Landesvorsitzende Daniel Föst erklärte, man habe sich "natürlich sehr viel mehr vorgenommen. Die Freien Demokraten sind bei sechs Prozent in Bayern noch unter Wert."

Man werde sich aber als starke Oppositionskraft entwickeln, "mit einem klaren, liberalen, gesellschaftlichen Weltbild", so Föst. Noch sei man nach dem Einzug in den Landtag "ein ganz klassisches Politik-Start-Up."