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BR-BayernTrend: EU-Spitzenkandidat Weber in Bayern beliebt | BR24

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EU-Spitzenkandidat der EVP Manfred Weber

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    BR-BayernTrend: EU-Spitzenkandidat Weber in Bayern beliebt

    33 Prozent der Bayern bewerten Manfred Weber, den konservativen Spitzenkandidaten für die Europawahl, positiv. Nur neun Prozent äußern sich kritisch.

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    Das geht aus dem neuesten BR-BayernTrend hervor. Die Zahlen besagen aber auch: Weber kämpft - wie alle anderen deutschen Europapolitiker auch - mit einer unterdurchschnittlichen Bekanntheit. Bayernweit ist der EVP-Spitzenkandidat bislang fast sechs von zehn Wahlberechtigten (58 Prozent) kein Begriff. Von den CSU-Anhängern kann gegenwärtig die Hälfte zu seiner Person kein Urteil abgeben.

    Europäische Union: Zu komplex, zu übergriffig

    Das aktuelle Image der Europäischen Union ist in Bayern positiv geprägt. Mehrheitlich anerkannt wird der Stellenwert der EU für den Frieden in Europa (74:23 Prozent) wie für das wirtschaftliche Wohlergehen Bayerns (71:21 Prozent). Zugleich gilt die EU bei einer großen Mehrheit als eine gute Idee, bei der es in der allerdings in der Praxis vielfach hapert (76:21 Prozent). Die meisten haben den Eindruck, die EU mische sich in zu viele Dinge ein (54:43 Prozent). Auch sieht ein großer Teil bayerische Interessen in Brüssel nicht ausreichend berücksichtigt (40:40 Prozent). Schließlich werden die europäischen Zusammenhänge und Abläufe als zu komplex wahrgenommen: Die Hälfte der Bayern tut sich schwer, die Funktionsweise der EU zu durchschauen (52:46 Prozent).

    Mehrheit in Bayern gegen nationale Lösungen

    Trotz dieser Kritikpunkte bestehen im Freistaat große Sympathien für eine vertiefte Zusammenarbeit innerhalb Europas: Mit 73 Prozent spricht sich eine deutliche Mehrheit der Bayern dafür aus, die Kooperation innerhalb Europas künftig eher zu intensivieren als zu nationalen Lösungen zurückzukehren. Eine Haltung, die abgesehen von den AfD-Anhängern in den Reihen aller Parteien überwiegt.

    Skepsis über aktuelle Entwicklung

    Zugleich besteht allerdings Skepsis angesichts aktueller Entwicklungen innerhalb der EU. So sehen zwar vier von zehn Bayern die Europäische Union auf dem richtigen Pfad (38 Prozent), für mehr als die Hälfte (55 Prozent) aber entwickelt sich das europäische Staatenbündnis gegenwärtig in die falsche Richtung. Dieses Urteil spiegelt in den Reihen der AfD eine grundsätzlich negative Haltung zur EU wider. In den Anhängerschaften der anderen Parteien aber dürfte dies eher die Sorge um Stabilität und Zusammenhalt der Union ausdrücken, nicht zuletzt auch angesichts des bevorstehenden EU-Austritt Großbritanniens. Bereits heute fürchten 60 Prozent der Bayern, dass der Brexit der EU einen größeren Schaden zufügen wird.

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    Von
    • Jürgen P. Lang
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