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BR-BayernTrend: "Gewaltiger Vertrauensbeweis" für Söder | BR24

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Der BR BayernTrend hat untersucht, wie die Maßnahmen zur Corona-Krisenbekämpfung bei der Bayerischen Bevölkerung ankommen. Die Umfrage zeigt: Eine Mehrheit der Bayern ist dafür, dass die bestehenden Maßnahmen nicht gelockert werden.

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BR-BayernTrend: "Gewaltiger Vertrauensbeweis" für Söder

Sein Krisenmanagement beschert Ministerpräsident Söder eine nie dagewesene Zustimmung. Die CSU spricht von einem gewaltigen Vertrauensbeweis. In der Krise scharen sich die Menschen immer um die Regierung, sagt dagegen die Opposition. Die Reaktionen.

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Die Maßnahmen zur Corona-Krisenbekämpfung in Bayern sind momentan strikt und treffen alle Lebensbereiche. Doch die Bevölkerung trägt sie mit. Laut BR BayernTrend sind 89 Prozent der Menschen in Bayern mehrheitlich zufrieden mit dem Krisenmanagement der Regierung.

94 Prozent zufrieden mit Söder

Die Umfrage zeigt auch: Die CSU legt auf 49 Prozent zu und mit Markus Söder selbst sind 94 Prozent der Befragten zufrieden. Ein noch nie dagewesener Wert. CSU-Generalsekretär Markus Blume sagt dazu: "Das ist schon ein gewaltiger Vertrauensbeweis für das Krisenmanagement von Markus Söder, aber auch für ihn persönlich." Für die CSU als Partei bedeute das aber vor allem den Auftrag, so weiter zu arbeiten.

Aiwanger: Teil der Regierung

Die Freien Wähler müssen als Koalitionspartner in der Wahlprognose ein Minus von zwei Prozent auf acht Prozent hinnehmen. Hubert Aiwanger sieht das aber entspannt. Wahlen seien erst in drei Jahren. "Natürlich profitiert die CSU, die den Ministerpräsidenten stellt, mehr", sagt Aiwanger. Trotzdem glaube er, dass die Regierung mit dem guten Abschneiden sehr gut dastehe und die Freien Wähler davon profitierten, Teil der Regierung zu sein.

Auch Bayern-SPD profitiert

Als Regierungspartei in Berlin kann auch die SPD profitieren. In Bayern käme sie derzeit auf zehn Prozent. Damit wären die Sozialdemokraten seit Oktober 2018 erstmals wieder zweistellig. Bayern-SPD-Vorsitzende Natascha Kohnen zeigt sich zufrieden. Man sehe, dass die Menschen die Arbeit der SPD in den Bundesministerien in Bereichen Soziales, Familie, und Finanzen honoriere.

Am deutlichsten verlieren die Grünen. Sie verschlechtern sich in der Umfrage um acht Punkte auf 17 Prozent. Eva Lettenbauer, die Vorsitzende der Grünen in Bayern, erklärt, der Kurs gerade sei, "in der Corona-Krise konstruktiv mitzuarbeiten und kein parteipolitisches Gegeneinander daraus zu machen", und dies sei absolut richtig.

FDP und AfD verlieren deutlich

Die FDP, seit der vergangenen Wahl wieder im Bayerischen Landtag, würde den Einzug nicht mehr schaffen. Sie wurde so wenig genannt, dass sie nicht mehr einzeln auszuweisen ist. Für den Fraktionsvorsitzenden der FDP im Landtag, Martin Hagen, ist das nur eine Momentaufnahme:

"Ich habe damit gerechnet, dass die Zahlen so ähnlich ausfallen. Wir sehen das international, dass in allen Ländern auf der Welt die Zustimmungswerte der Regierung durch die Decke gehen." Markus Söder mache noch dazu, das müsse man anerkennen, in der Krise einen guten Job. "Die FDP unterstützt die Regierung bei den notwendigen Maßnahmen und macht auch Verbesserungsvorschläge, da wo wir es als richtig ansehen", so Hagen weiter.

Die AfD würde laut Umfrage auf sechs Prozent kommen. Ein Minus von vier Punkten. Ein bereits zugesagtes Interview zu den Ergebnissen wurde kurzfristig abgesagt.

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