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Kaufprämie für Elektroautos gefährdet Jobs bei Bosch in Bamberg | BR24

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Die Corona-Pandemie trifft die Automobilbranche in einem schwierigen Prozess. Ein genereller Nachfragerückgang und die Umstellung auf alternative Antriebe fordert die Zulieferer. Eine neue Idee: CO2-neutrale Kraftstoffe für Verbrennungsmotoren.

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Kaufprämie für Elektroautos gefährdet Jobs bei Bosch in Bamberg

Die Autobranche befindet sich im Wandel: Weg vom Verbrennungsmotor hin zum Elektroantrieb. Für den Betriebsrat von Bosch in Bamberg könnten auch Biokraftstoffe klassische Verbrennungsmotoren antreiben. Ein Professor aus Coburg forscht daran.

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Zuletzt demonstrierten die Beschäftigten bei Bosch in Bamberg Mitte Oktober gegen den Stellenabbau in der Autobranche. Die meisten der rund 7.000 Arbeitsplätze hängen am Verbrennungsmotor. Für das Werk gilt eine Standortsicherung bis 2026. Betriebsbedingte Kündigungen sind bis dahin ausgeschlossen. Zwar hat auch im Bosch-Werk der Transformationsprozess mit der wasserstoffbetriebenen Brennstoffzelle längst begonnen. Doch arbeiten in diesem Bereich erst 180 Beschäftigte.

Betriebsrat kritisiert einseitige Förderung der Elektromobilität

Der Betriebsratsvorsitzende des Bosch-Werks Bamberg, Mario Gutmann, kritisiert die Bundesregierung für die seiner Meinung nach einseitige Förderung der Elektromobilität. Von der Politik fordert er eine "Technologieoffenheit". Der Gewerkschafter glaubt an die Zukunft des Verbrenners mit Biokraftstoffen und sogenannten E-Fuels.

Professor forscht an Verbrennungsmotoren mit Biokraftstoff

An der Hochschule Coburg forscht Professor Markus Jakob an Biokraftstoffen und E-Fuels, die CO2 neutral verbrennen. Der Wissenschaftler untersucht die Verträglichkeit von synthetischen Kraftstoffen in Standardmotoren. Bereits jetzt sind den fossilen Kaftstoffen an der Tankstelle regenerative Biokraftstoffe beigemischt. Professor Jakob ist sich sicher, dass es künftig komplett regenerativ hergestellte Kraftstoffe geben wird. Die sollen dann auch in Standardmotoren funktionieren.

Bamberger Abgeordnete dämpft die Erwartungen an E-Fuels

Die Bundestagsabgeordnete der Grünen für den Wahlkreis Bamberg, Lisa Badum, bremst die Erwartungen an E-Fuels. Tatsächlich kann man diese Kaftstoffe noch nicht an der Tankstelle kaufen. Derzeit könne der Verbraucher lediglich zwischen einem Elektroauto und einem fossilen Verbrenner entscheiden. Außerdem seien E-Fuels sehr teuer in der Herstellung und "ineffizient". Man solle sie daher nur dort einsetzen, wo es nicht anderes gehe: Bei Schiffen, Flugzeugen und Lastwagen.

Batterie, Brennstoffzelle und Biokraftstoffe

Die Forschung an synthetischen Kraftstoffen ist allerdings in vollem Gange. Je nach Einsatz wird es in Zukunft wohl unterschiedliche Antriebsarten geben: von der Batterie über die Brennstoffzelle bis hin zu E-Fuels.

© BR/Carlo Schindhelm

Die Autobranche befindet sich im Wandel: Weg vom Verbrennungsmotor hin zum Elektroantrieb. Für den Betriebsrat von Bosch in Bamberg könnten auch Biokraftstoffe klassische Verbrennungsmotoren antreiben.

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