Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Bosch: Bamberg soll Zentrum für Brennstoffzelle werden | BR24

© picture alliance/David Ebener

Betriebsrat und Geschäftsführung haben sich geeinigt. Bis 2026 gibt es keine betriebsbedingten Kündigungen bei Bosch in Bamberg.

3
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Bosch: Bamberg soll Zentrum für Brennstoffzelle werden

Aufatmen in Bamberg. Der Automobilzulieferer Bosch will den Standort erhalten. 7.000 Arbeitsplätze am größten deutschen Produktionsstandort des Unternehmens sind gerettet - zumindest vorerst. Das Unternehmen will jetzt investieren.

3
Per Mail sharen
Teilen

Nach monatelanger Unsicherheit ist die Zukunft des größten deutschen Produktionsstandorts von Bosch in Bamberg geklärt. Die Beschäftigten des Autozulieferers reduzieren für die kommenden sechs Jahre ihre Arbeitszeit und müssen auf einen Teil ihres Geldes verzichten. Im Gegenzug schließt das Unternehmen betriebsbedingte Kündigungen bis ins Jahr 2026 aus und investiert in eine Neuausrichtung des Werks, das komplett am Verbrennungsmotor hängt. Werkleitung und Betriebsrat haben eine entsprechende Vereinbarung zur Standortsicherung ausgehandelt.

Nachfrage nach Verbrennungsmotoren sinkt

Bamberg ist unter den Bosch-Standorten ein Zentrum für Dieseltechnologie und der größte Produktionsstandort in Deutschland. Mehr als 7.000 Menschen sind dort beschäftigt. Entsprechend stark bekommt das Werk schon seit längerer Zeit den Wandel in der Autobranche zur Elektromobilität und den damit verbundenen Rückgang der Nachfrage nach Verbrenner-Technologie zu spüren. Für einige andere Standorte hatte Bosch kürzlich schon Stellenstreichungen angekündigt. Andere Zulieferer wollen ebenfalls sparen und dafür die Zahl ihrer Mitarbeiter verringern.

Bamberg soll Zentrum für Brennstoffzellen werden

Bosch Bamberg soll nun zu einem Standort für die Produktion von Brennstoffzellen ausgebaut werden. In Verbrenner wird aber ebenfalls weiter investiert. Auch die Mobilität der Zukunft komme ohne den modernen Verbrenner nicht aus, zitiert die Deutsche Presseagentur (dpa) Bosch-Betriebsratschef Mario Gutmann.

Ein Großteil der Beschäftigten arbeitet bisher 35 Stunden pro Woche. Vom 1. April 2020 an sollen es dann sechs Jahre lang drei Stunden weniger sein - mit entsprechend sinkender Bezahlung.