BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Boomtown Landsberg am Lech: Starker Anstieg der Mieten | BR24

© dpa/pa/Martha Feustel

Weil München zu teuer ist, zieht es viele in Städte wie Landsberg am Lech. Doch auch da steigen die Mieten.

Per Mail sharen

    Boomtown Landsberg am Lech: Starker Anstieg der Mieten

    Landsberg am Lech westlich von München hat knapp 30.000 Einwohner, Tendenz steigend. Denn gerade viele Münchner drängen wegen der relativ günstigen Mieten in die Kreisstadt. Doch der Boom hat Folgen: Die Mieten steigen extrem. Warum ist das so?

    Per Mail sharen

    In Landsberg am Lech leben knapp 30.000 Menschen und es werden immer mehr. Und so wird es auch dort immer schwerer, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Um 11,4 Prozent ist die Durchschnittsmiete für eine 75 Quadratmeter große, neu vermietete, zehn Jahre alte Wohnung gestiegen - innerhalb eines Jahres. Das sind 9,60 Euro Miete pro Quadratmeter, hat ein Hamburger Marktforschungsinstitut berechnet. In München dagegen ist das Niveau im gleichen Zeitraum sogar um 0,6 Prozent gesunken.

    München zu teuer

    Laut einer Studie können und wollen sich viele Arbeitnehmer die Mieten in der Landeshauptstadt München nicht mehr leisten. Also ziehen sie ins Umland, zum Beispiel nach Landsberg am Lech, und pendeln nach München. Die Stadt liegt gut 60 Kilometer westlich von München direkt an der A96.

    Zu wenige freie Mietwohnungen

    Aber nicht nur Ex-Münchner tun sich schwer, eine Wohnung zu finden. Auch wer innerhalb der Stadt zum Beispiel in eine größere Wohnung ziehen will, sucht lange. Das Problem sind dabei meist nicht die hohen Mieten; im Vergleich zu München mit 16,50 Euro pro Quadratmeter ist Landsberg mit 9,60 Euro noch recht moderat. Das Problem ist der Mangel an freien Mietwohnungen.

    Neubau von Wohnungen

    Hunderte neuer Wohnungen werden zwar gerade gebaut, etwa auf dem Grund der früheren Pflugfabrik am Papierbach. Auch sozial geförderte Wohnungen entstehen. Doch der Bau dauert und die Stadt rechnet auch nicht mit einem Ende des Zuzugs. Eine Entspannung der Situation ist zumindest kurzfristig nicht in Sicht.