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Boom wegen Corona: Thermobehälter aus Würzburg gehen um die Welt | BR24

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Die Firma va-Q-tec aus Würzburg erlebt in der Corona-Pandemie einen regelrechten Boom. Mit Ihren Thermobehältern werden weltweit mehr als die Hälfte aller Covid-19-Testkits transportiert.

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Boom wegen Corona: Thermobehälter aus Würzburg gehen um die Welt

Viele Firmen leiden unter der Corona-Pandemie. Andere Firmen erleben einen regelrechten Boom. Wie zum Beispiel das Unternehmen va-Q-tec aus Würzburg. Mit Ihren Thermobehältern werden weltweit mehr als die Hälfte aller Covid-19-Testkits transportiert.

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Rein optisch sehen die Transportboxen von va-Q-tec unspektakulär aus. Große, dick verpackte Quader. Der entscheidende Vorteil dieser Boxen steckt im Inneren. Das Grundprinzip lautet Vakuumisolation, deshalb sind 20 Millimeter des neuartigen Dämmstoffs so effizient wie 20 Zentimeter Schaumstoff oder Styropor.

"Im Prinzip haben wir eine Art Hightech-Picknick-Box entwickelt. Unsere Picknick-Box hat allerdings eine Super-Isolation, die zehnmal besser ist als die einer herkömmlichen Box. Auch die Kühl-Akkus sind eine Hightech-Variante, die wesentlich mehr Energie bei einer vorgegebenen Temperatur speichern." Joachim Kuhn, Vorstandsvorsitzender va-Q-tec

Boxen können Temperatur lange halten

Das heißt die Boxen können Temperaturen zwischen vier und zehn Tage lang ohne Stromzufuhr halten. Diese Eigenschaft ist vor allem beim Transport von Covid-19-Testkits extrem wichtig, denn die brauchen eine konstante Temperatur von -20 Grad. Deshalb ist das Unternehmen gerade in Corona-Zeiten so gefragt. Transportiert werden aber auch berühmte Kunstwerke, die sehr empfindlich sind, Super-Klebstoffe oder empfindliche Optiken. Angefangen hat die Erfolgsgeschichte von va-Q-tec an der Universität in Würzburg.

Vor rund 20 Jahren hatte Joachim Kuhn mit drei Kommilitonen an der Uni Würzburg und dem Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE) mit seinen Forschungen an platzsparenden Dämmstoffen begonnen. 2001 ging dann das Start-up mit dem Namen va-Q-tec an den Start.

"Wir haben in der Corona-Pandemie definitiv eine höhere Nachfrage nach unseren Behältern. Auch in Zeiten des strengsten Lockdowns sind unsere Medikamenten-Transporte immer durchgeführt worden. Unser großer Vorteil ist, dass fast nur wir diese Corona-Testkits unter diesen ganz harten Bedingungen transportieren können." Joachim Kuhn, Vorstandsvorsitzender va-Q-tec

Über 500 Mitarbeiter inzwischen

Inzwischen hat die Firma das Gelände der ehemaligen Druckerei Stürtz übernommen. Die Zahl der Mitarbeiter ist auf 500 gewachsen. Produziert wird in Würzburg und in Thüringen. Sieben Tochtergesellschaften hat die Firma weltweit. In Japan, Korea, USA, Uruguay oder der Schweiz. Außerdem betreibt das Unternehmen eine Flotte von 2.200 Mietcontainern sowie mehreren tausend Boxen. Die können Kunden weltweit wie ein Mietauto vor Ort in Empfang nehmen, nutzen und wieder abgeben.

© va-Q-tec AG

Vorstandsvorsitzender Joachim Kuhn vor den Thermobehältern

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