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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Nicolas Armer

Ob in der Bamberger Boni-Affäre Anklage gegen Mitarbeiter aus dem Rathaus erhoben wird, soll frühestens im März entschieden werden.

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Boni-Affäre Bamberg: Ermittlungen dauern weiter an

Eigentlich sollten die Ermittlungsergebnisse Ende November veröffentlicht werden. Dann musste die Staatsanwaltschaft Hof den Termin auf Ende Januar verschieben. Jetzt soll im März eine Entscheidung fallen, ob Anklage in der Boni-Affäre erhoben wird.

Von
Claudia GrimmerClaudia Grimmer
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Die Staatsanwalt Hof wird frühestens im März entscheiden, ob sie in der sogenannten Bamberger Boni-Affäre Anklage gegen Mitarbeiter der Rathausspitze erheben wird. Das teilte die Behörde am Donnerstag (13.01.22) dem BR auf Anfrage mit. Grund für die Verzögerung sei unter anderem, dass Stellungnahmen der Verteidigung zu den Ergebnissen der Ermittlungen noch nicht vorliegen, so die Staatsanwaltschaft. Schon mehrmals wurde eine verfahrensabschließende Entscheidung in Sachen Bamberger Boni-Affäre verschoben.

Ermittlungen dauern an

Gegen Oberbürgermeister Andreas Starke und weitere für die Stadt verantwortlich handelnde Personen wird wegen des Verdachts der Untreue ermittelt. Ins Rollen kam der Finanzskandal durch den Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband. Der Bericht der Behörde hatte für die Jahre 2011 bis 2017 zahlreiche Beanstandungen aufgezeigt. Vor allem die enorme Zahl an geleisteten fast überwiegend pauschal gezahlten Überstunden, Prämien und Zeitzuschläge fielen den Prüfern im Rechnungsbericht der Stadt Bamberg auf. Zahlungen in Höhe von mehreren 100.000 Euro stehen in der Kritik.

Staatsanwaltschaft: Verdacht der Untreue

Bereits seit Dezember 2020 ermittelt die für Wirtschaftsstraftaten zuständige Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Untreue gegen Verantwortliche der Bamberger Stadtverwaltung. Im Mai 2021 gab es mehrere Durchsuchungen in Einrichtungen der Stadt und in fünf Privathaushalten. Dabei wurden zahlreiche Dokumente beschlagnahmt. Anfang Juni 2021 bekräftigte die Regierung von Oberfranken als Rechtsaufsichtsbehörde noch einmal die Vorwürfe. Auch eine von der Stadt beauftragte Rechtsanwaltskanzlei hat bei einer weiteren Prüfung festgestellt, dass die Zulagen an kommunale Beschäftigte rechtswidrig gezahlt worden seien.

Einen Rücktritt schloss Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) stets aus.

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