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Im Evakuierungsradius des Verdachtspunktes am Weidener Klinikum liegen die Palliativstation und eine Station für Neurologie.

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    Bombenverdacht in Weiden: Klinikum wird zum Teil evakuiert

    In Weiden werden nach einem möglichen Bombenfund Ende September größere Evakuierungsmaßnahmen notwendig sein. Betroffen sind rund 1.500 Menschen. Im Radius des Verdachtspunktes liegen auch Stationen des Klinikums.

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    Von
    • Margit Ringer

    Möglicherweise liegt auf dem Gelände des Fußballstadions in Weiden eine Bombe im Untergrund. Um dem Verdacht nachzugehen, wird am 27. September der Boden geöffnet. Dafür braucht es eine große Evakuierungsaktion, die auch das Klinikum betrifft. Patienten seien aber nur in geringem Maß betroffen, teilen heute Vorstand und medizinische Direktorin mit. Besuche sind an dem Tag im Klinikum nicht erlaubt. Im Evakuierungsradius des Verdachtspunktes lägen die Palliativstation und eine Station für Neurologie. Diese Patienten würden in der Zeit zwischen 8 und 18 Uhr auf anderen Stationen des Klinikums untergebracht.

    Teile des Klinikums geschlossen

    Ebenfalls im Radius lägen das Schwesternwohnheim, in dem sich Bereitschaftszimmer und Büros befinden oder auch die Küche des Klinikums. Dennoch sei die Speisenversorgung sicher gestellt, betont die medizinische Direktorin. An dem Tag wird auch die Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung im Klinikum geschlossen sein, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Betrieb in allen anderen Bereichen des Klinikums laufe an dem Tag wie gewohnt. Notfalltransporte werden über die Integrierte Leitstelle koordiniert (erreichbar unter der Tel. 112). Selbstständig in die Notaufnahme zu kommen, sei in diesem Zeitraum nicht möglich.

    Klarheit erst nach Öffnung des Bodens

    Fußballstadion In den vergangenen Wochen wurde bei Sondierungen zu Bauarbeiten auf dem Gelände des Fußballstadions in Weiden ein so genannter Verdachtspunkt fest gestellt, unter dem sich ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg befinden könnte. Deshalb wird diese Stelle am 27. September geöffnet. Dafür sind rund 1500 Menschen von einer Evakuierungsaktion betroffen. Unter anderem liegt in dem Evakuierungsradius ein Seniorenheim sowie die Integrierte Leitstelle (ILS).

    ILS zieht während des Einsatzes nach München

    Um die Erreichbarkeit der ILS für Noteinsätze sicher zu stellen, ziehen die Disponenten für wenige Tage nach München um, wo sie in Räumen der Berufsfeuerwehr München die Einsätze in der Nordoberpfalz koordinieren. Auf dem Gelände des Stadions sollen neue Sportplätze gebaut werden. Im Zuge dessen haben sich Experten auch historische Karten angeschaut und an einem Punkt mit Sonden einen metallischen Gegenstand fest gestellt.

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