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Polizei riegelt Justizgebäude ab

In der E-Mail war die Explosion eines Sprengsatzes angekündigt worden. In Nürnberg rückte daraufhin die Polizei an und riegelte den Justizpalast in der Fürther Straße ab. Evakuiert werden musste das Gebäude aber nicht. Nach nicht einmal einer Stunde wurde die Sperre wieder aufgehoben.

Verspätete Prozesse

Größere Auswirkungen hatte die Drohung nicht, sagte der Nürnberger Justizsprecher Friedrich Weitner. Prozesse begannen lediglich mit leichter Verzögerung. Auch in München und Bamberg war eine entsprechende E-Mail eingegangen, bestätigte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft in München dem Bayerischen Rundfunk.

E-Mails an mehrere Landgerichte in Deutschland

Bereits in der vergangenen Woche waren ähnliche E-Mails bei mehreren Landgerichten in Deutschland eingegangen, darunter in Potsdam, Wiesbaden und Kiel. Sprengsätze wurden dort ebenso wenig gefunden wie in Bamberg, Nürnberg und München.

Rechtsextremer Hintergrund wird geprüft

Die E-Mail war in allen Fällen mit „nationalistische Offensive“ gekennzeichnet, heißt es seitens der Generalstaatsanwaltschaft München. Hier werden jetzt auch die Ermittlungen für die bayerischen Vorfälle geführt. Ob die Drohungen einen rechtsextremistischen Hintergrund haben, sei derzeit noch unklar.